Morning Briefing: The Platform Group, Ebay, Rechnungskauf, Exporte, Paypal, Shein, Indien, Temu, Loyalty-Programme, KI-Markt, ChatGPT Shopping

Morning Briefing: The Platform Group, Ebay, Rechnungskauf, Exporte, Paypal, Shein, Indien, Temu, Loyalty-Programme, KI-Markt, ChatGPT Shopping

Aktuelle E-Commerce-News: Morning Briefing: The Platform Group, Ebay, Rechnungskauf, Exporte, Paypal, Shein, Indien, Temu und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Von der Boutique zum Online-Business: eBay macht's möglich
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HANDEL NATIONAL

The Platform Group kauft sich ins Baugewerbe ein
The Platform Group übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der B2B-Plattform „We Connect Work“, berichtet Retail-News.de. Das 2022 gegründete Unternehmen aus Bad Ems vermittle Handwerkerleistungen an Geschäftskunden wie Immobilienfirmen und Bauträger in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Ab nächstem Jahr solle die Plattform um Produktsegmente wie Baustoffe und Elektrotechnik erweitert werden. So solle durch die Kombination aus Dienstleistung und konkreten Materialangeboten ein neues Modell entstehen, das im B2B-Bausektor bislang noch fehle.

Ebay stellt Programm der „Ebay Open“ vor
Im Zentrum steht die KI: Die Programmankündigung zur Konferenz „Ebay Open“ am 25. September in Berlin stellt den Vortrag mit Nitzan Mekel-Bobrov in den Vordergrund. Der Chief Artificial Intelligence Officer von Ebay „wird einen Einblick in das globale Künstliche Intelligenz-Programm des Unternehmens geben“. Außerdem kündigt Ebay Einschätzungen und Ausblicke zum Markt an, einen Vortrag über die wachsende Bedeutung der Generation Z für den Online-Handel, einen Überblick über zentrale Tools und Lösungen von Drittanbietern – und eine Feier zum 30. Geburtstag von Ebay. Tickets für die Veranstaltung im „Dog Tap Berlin“ kosten 99 Euro.

Verbraucherkreditrichtlinie gefährdet Rechnungskauf
Die geplante EU-Verbraucherkreditrichtlinie gefährdet den in Deutschland beliebten Rechnungskauf durch umfangreiche Bonitätsprüfungen selbst bei Kleinstbeträgen, warnt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel. Die Beliebtheit stamme bei 53 Prozent der von Civey Befragten vom Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle über die eigenen Ausgaben. Allerdings würden 57 Prozent der Nutzer nach einer Bonitätsprüfung nicht noch einmal auf Rechnung kaufen. Verbraucher würden dann zu risikoreicheren Zahlungsarten wie Paypal oder Klarna wechseln, die mit Ratenkrediten werben. Statt vor Überschuldung zu schützen, könne die Richtlinie diese sogar fördern.

Exporterwartungen klettern auf die rote Null zu
Die deutschen Exporterwartungen kletterten im Juli von minus 3,6 auf minus 0,1 Punkte, wie das Ifo-Institut meldet. Positive und negative Bewertungen hielten sich damit die Waage. Besonders Hersteller elektrischer Ausrüstungen und die Getränkeindustrie rechneten mit steigenden Exporten, die Stimmung der Nahrungsmittelproduzenten erholte sich spürbar. Die Automobilbranche zeige vorsichtig wachsende Zuversicht, während Metallverarbeiter und Elektronikhersteller mit rückläufigen Ausfuhren rechneten.


HANDEL INTERNATIONAL

USA: Paypal öffnet Online-Handel für 100 Kryptowährungen
Paypal startet „Pay with Crypto“ und ermöglicht amerikanischen Online-Händlern die Akzeptanz von über 100 Kryptowährungen, berichtet Fortune.com. Der Service wandle auch exotische Token wie Trump-Memecoins automatisch in die hauseigene Stablecoin PYUSD und anschließend in Dollar um. Mit 0,99 Prozent Transaktionsgebühren im ersten Jahr unterbiete Paypal die durchschnittlichen Kreditkartenkosten von 1,57 Prozent deutlich. Die Beta-Version starte in den kommenden Wochen, vorerst ausschließlich für Online-Plattformen.

Österreicher hieven Shein in die Top Ten des E-Commerce
Der chinesische Online-Modehändler Shein gehört erstmals zu den zehn umsatzstärksten Online-Shops Österreichs, zitiert News.at eine Regiodata-Studie. Das Unternehmen verdränge etablierte Anbieter und profitiere vom Boom günstiger, trendorientierter Mode bei jungen Konsumenten. Das Bekleidungssegment insgesamt erreiche mittlerweile 33 Prozent Online-Anteil. Amazon führe weiterhin das Ranking an, gefolgt von Otto, Zalando, Ikea, Shop-Apotheke, Mediamarkt, XXXLutz und Apple. Marktplätze gewännen weiter an Bedeutung und hielten bereits 42 Prozent Marktanteil.

Österreicher geben 359 Euro beim Urlaubsshopping aus
Fast die Hälfte der Österreicher verbindet den Sommerurlaub mit ausgiebigen Shoppingtouren und gibt dabei durchschnittlich 359 Euro pro Jahr aus, wie der aktuelle Consumer Check des Handelsverbandes zeigt. Vier von fünf Urlaubern würden sich Dinge gönnen, die im Alltag tabu bleiben – von Freizeitaktivitäten über Souvenirs bis hin zu regionalen Spezialitäten. Der stationäre Handel in Tourismusregionen profitiere dabei sowohl von heimischen Gästen als auch von 26 Mio. ausländischen Touristen, die in den Ferien entspannen und sich mehr Zeit zum Bummeln nehmen.

Erst jeder vierte indische Internetnutzer shoppt online
Nur 20 bis 25 Prozent der 850 Mio. Internetnutzer in Indien kaufen online ein, wie eine aktuelle McKinsey-Studie laut Timesnownews.com zeigt. Der E-Commerce-Anteil am Gesamthandel liege derzeit bei sieben bis neun Prozent und werde sich bis 2030 auf 15 bis 17 Prozent verdoppeln. Quick Commerce und Social Commerce machten bereits 15 Prozent des Online-Handels aus und könnten bis dahin ein Viertel erreichen. Besonders kleinere Städte trieben das Wachstum an, dort seien die Einkommen im vergangenen Jahr um 18 Prozent gestiegen.

EU-Kommission droht Temu wegen nicht EU-konformer Produkte
In einer seit Oktober laufenden Untersuchung der EU-Kommission haben Experten nachgewiesen, dass Verbraucher bei Temu mit hoher Wahrscheinlichkeit auf nicht EU-konforme Produkte stießen, speziell bei Babyspielzeug und Elektronik, berichtet Wiwo.de. Temu versäume es laut Kommission, Risiken illegaler Waren angemessen anzugehen, obwohl das Digitalservicegesetz dies vorschreibe. Bei anhaltenden Verstößen drohe dem Unternehmen eine Geldbuße von maximal sechs Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes.


Digitale Kundenbindungsprogramme funktionieren
33 Prozent der für den DACH-Loyalty-Report Befragten antworteten, dass ihr Konsum durch die Nutzung von Kundenbindungsprogrammen gesteigert werde, berichtet Carpathia.ch. Rabatte stünden mit 72,3 Prozent dabei an der Spitze der Kundenwünsche, personalisierte Angebote schätzten immerhin 28,6 Prozent. Über die Hälfte aller Programme sei bereits digitalisiert und 70 Prozent der Konsumenten seien auch bereit, auf digitale Versionen umzusteigen, da besonders die unkomplizierte Smartphone-Nutzung überzeuge. Während Kunden Basisdaten wie E-Mail-Adressen bereitwillig teilten, blieben Einkaufsdaten aber sensibel.

Globaler KI-Markt im E-Commerce wächst jährlich 17,8 Prozent
Der globale KI-Markt im E-Commerce erreiche bei einer jährlichen Wachstumsrate von 17,8 Prozent bis 2032 ein Volumen von 11,1 Mrd. Dollar, so eine Studie von Meticulous Research laut Pressemitteilung. Treiber seien die wachsende Bedeutung der Kundenbindung und des Social Commerce sowie die Automatisierung von Lagerverwaltungssystemen. KI revolutioniere bereits heute die Personalisierung durch Analyse von Kaufhistorien und Browsing-Verhalten, wodurch sich die Konversionsraten messbar verbesserten. Künftig würden intelligente Algorithmen auch die Logistikketten optimieren – von Lagerrobotern bis hin zur dynamischen Routenplanung. Allerdings bremsten hohe Anfangsinvestitionen und Datenschutzbedenken das uneingeschränkte Marktwachstum.

ChatGPT Shopping fordert Umdenken im E-Commerce
OpenAI plant seine kommende Shopping-Funktion für ChatGPT ohne Rücksicht auf Werbeanzeigen, schreibt MAI Xposes CEO Markus Kellermann für Meedia.de. Die KI-Suche solle komplexe Produktanfragen verstehen können und dabei relevante Empfehlungen liefern – die Sichtbarkeit basiere dann ausschließlich auf Datenqualität statt auf Werbebudgets. Händler müssten ihre Websites für den „OAI-SearchBot-Crawler“ zugänglich machen, strukturierte Daten über Schema.org bereitstellen und sich für die Feed-Anbindung bei OpenAI registrieren lassen. Die Personalisierungs-Optionen seien allerdings in Europa nicht zugänglich.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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