Platform Group, SAP, Lidl Digital, Sirplus, Connect Your Store, Instagram, Alphabet, Viva.com, Meta, Fälschungen, Gen Z, Food Waste

Platform Group, SAP, Lidl Digital, Sirplus, Connect Your Store, Instagram, Alphabet, Viva.com, Meta, Fälschungen, Gen Z, Food Waste

Aktuelle E-Commerce-News: Platform Group, SAP, Lidl Digital, Sirplus, Connect Your Store, Instagram, Alphabet, Viva.com und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

The Platform Group wächst 13,6 Prozent
Der deutsche E-Commerce-Konzern The Platform Group ist nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr um 13,6 Prozent auf 440,8 Mio. Euro Umsatz gewachsen, berichtet Textilwirtschaft.de. Das Brutto-Warenvolumen stieg um 19 Prozent auf 705 Mio. Euro, das Ergebnis verbesserte sich um 25,1 Prozent auf 26,9 Mio. Euro. Auf den verschiedenen Plattformen waren 5.520 Händler aktiv, 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr, die Zahl der aktiven Kunden stieg auf 6,1 Mio., ein Plus von 14,8 Prozent. Das Unternehmen führt diesen Erfolg auf seine strikte Kosten- und Effizienzpolitik zurück.

SAP streicht 2.600 Stellen in Deutschland
Laut einer internen E-Mail des SAP-Betriebsrats will der Konzern offenbar 8.000 Stellen abbauen, davon 2.600 in Deutschland, vor allem am Stammsitz in Walldorf, berichtet Heise.de. Dies sei Teil einer strategischen Neuausrichtung in Richtung KI und Cloud und wurde bereits Mitte Januar angekündigt. Der Betriebsrat vermutet hinter der Maßnahme reine Kosteneinsparungen und sieht den Umbau kritisch, ähnlich wie die deutsche SAP-Anwendergruppe, bei der sich in einer Umfrage nur 13 Prozent positiv über die neue Strategie äußerten.

Schwarz-Gruppe steckt 200 Mio. Euro in Lidl Digital
Lidl Digital, das als Systemanbieter die Lidl-Onlineshops in sieben Ländern betreibt, erhält von der Schwarz-Gruppe weitere 200 Mio. Euro an Investitionen, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die Bilanz des Unternehmens weist für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Fehlbetrag von 219 Mio. Euro aus, das Ebit lag bei minus 204 Mio. Euro. Während die Rohertragsquote von 32,7 auf 28,2 Prozent sank, stiegen die Lagerbestände um 37 Prozent auf insgesamt 709 Mio. Euro. Zum 1. Oktober wurde die Verantwortung für die Online-Shops von Schwarz Digital wieder Richtung Lidl verschoben, um Online und Offline künftig besser zu verzahnen.

Sirplus ist insolvent
Die Anfang Januar angemeldete Insolvenz des Berliner Start-ups Sirplus wurde nun vom Gericht bestätigt, berichtet Merkur.de. Bis Ende Mai soll nun ein Sanierungsplan erarbeitet werden, um das seit 2021 ausschließlich online tätige Unternehmen zu erhalten. Sirplus war angetreten, um Lebensmittel zu „retten“, indem es nicht mehr verkäufliche Lagerbestände von Produzenten und Großhändlern erwarb, um sie zu günstigeren Preisen als im stationären Handel an Endkunden zu verkaufen und auszuliefern.

Connect Your Store listet Einzelhändler bei Breuninger
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Amazon, Otto, Limango und Kaufland listet Connect Your Store nun auch bei Breuninger die Produkte ausgewählter stationärer Einzelhändler als Backfill-Sortiment. Die Sortimente der Händler werden dabei mit den vorhandenen EANs im Onlineshop des Stuttgarter Modeanbieters abgeglichen und können online verkauft werden, sobald der Eigenbestand von Breuninger ausverkauft ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.


HANDEL INTERNATIONAL

Instagram erzielt 30 Prozent von Metas Umsatz
Dokumente, die im Rahmen der Kartellklage der Federal Trade Commission zur Zerschlagung von Meta veröffentlicht wurden, zeigen, dass Instagram im ersten Halbjahr 2022 mit 16,5 Mrd. Dollar für 30 Prozent des Umsatzes der Gruppe verantwortlich war, zu der auch Facebook, Whatsapp, Threads, Horizon Worlds oder Quest gehören. Im Jahr 2020 waren es noch 26 Prozent mit 22 Mrd. Dollar und im Jahr 2021 27 Prozent mit 32,4 Mrd. Dollar gewesen, berichtet Deccanherald.com. Meta weist den Umsatz von Instagram in seinen Geschäftsberichten nicht gesondert aus. Mark Zuckerberg hatte Instagram 2012 für 715 Mio. Dollar gekauft.

Alphabet plant offenbar Übernahme von Hubspot
Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, plant laut Wallstreet-Online.de die Übernahme der Marketing-Plattform Hubspot, deren CRM-Software Tools für Social-Media-Marketing, Content-Management, Web Analytics und SEO anbietet. Google könnte durch die Übernahme sein Cloud-Computing-Angebot verbessern und sich einen breiteren Kundenstamm erschließen. Hubspot wird auf einen Marktwert von 35 Mrd. Dollar geschätzt. Ob die Übernahme allerdings kartellrechtlich grünes Licht bekommt, ist noch fraglich.

Viva.com bietet auch Bluecode an
Die Technologiebank Viva.com, die unter anderem erweiterte Zahlungsgateways für Online-Shops anbietet, kooperiert künftig mit dem Mobile-Payment-Anbieter Bluecode, berichtet E-Commerce-Magazin.de. Dadurch können Händler in 15 europäischen Ländern Zahlungen per digitalem QR-Code akzeptieren. Viva.com, dessen Tap-on-Any-Device-Technologie auf mehr als 900 mobilen Endgeräten funktioniert, erweitert damit sein bereits 40 Zahlungsarten umfassendes Angebot.


Meta startet ab Mai mit dem Label „Made with AI“
Meta hat in einer Pressemitteilung angekündigt, seine Richtlinien für KI-generierte Inhalte zu erweitern. Ab Mai werden diese verstärkt mit dem Label „Made with AI“ gekennzeichnet, entweder weil die Nutzer von Instagram, Threads oder Facebook dies beim Hochladen angegeben haben oder weil die Plattform selbst „branchenübliche KI-Indikatoren“ identifiziert. Die alte Richtlinie verbot zwar Inhalte, die „eine Person dazu bringen, etwas zu sagen, was sie nicht gesagt hat“, ließ aber die große Masse anderer Manipulationen durch künstliche Intelligenz mehr oder weniger außen vor. Offen bleibt, wie die „branchenüblichen KI-Indikatoren“ erkannt werden sollen.

37 Prozent der jungen Europäer kaufen absichtlich Fake-Produkte
37 Prozent von 22.000 Europäern zwischen 15 und 24 Jahren, die von der Europäischen Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums befragt wurden, haben im Jahr 2022 absichtlich Fake-Produkte gekauft, berichtet Giga.de. Am liebsten wurden Fälschungen in den Kategorien Kleidung, Accessoires, Schuhe, elektronische Geräte, Hygieneartikel, Kosmetika, Körperpflegemittel und Duftstoffe geshoppt. Ebenso viele gaben an, 2022 mindestens ein Fake-Produkt aus Versehen gekauft zu haben, weil die Fälschung nicht vom Original zu unterscheiden war.

Generation Z zahlt am liebsten mobil
Konsumenten der Generation Z (18-28 Jahre) bevorzugen weltweit zu 45 Prozent das Bezahlen mit dem Smartphone, berichtet Mobiflip.de. Es folgen Debit- und Kreditkarten mit 24 Prozent, Bargeld (22 Prozent) und die Smartwatch (5 Prozent), während biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung mit 3 Prozent das Schlusslicht bilden. Ausnahmen bestätigen die Regel: Junge Griechen bleiben zu 40 Prozent lieber beim Bargeld, junge Niederländer zahlen bereits zu 68 Prozent mobil.

41 Prozent der Manager: KI ersetzt Arbeitsplätze
41 Prozent von 2.000 C-Level-Führungskräften, die der Personaldienstleister Adecco weltweit befragt hat, gehen davon aus, dass künstliche Intelligenz in spätestens fünf Jahren menschliche Arbeitsplätze ersetzen wird. 61 Prozent glauben, dass KI in ihrer Sparte ein Gamechanger sein wird, in der ITK-Branche sind es sogar 82 Prozent. 57 Prozent bezweifeln jedoch, dass ihre Führungskräfte über die notwendigen Kompetenzen für den Wandel verfügen, und nur elf Prozent der Unternehmen haben bereits nennenswerte Schritte in Richtung digitale Transformation unternommen.


NACHHALTIGKEIT

60 Prozent der Lebensmittelverschwendung durch Privathaushalte
Im Jahr 2022 wurden weltweit 631 Mio. Tonnen Lebensmittel in Privathaushalten weggeworfen, was 60 Prozent der Gesamtmenge entspricht, zitiert Handelszeitung.ch den UNO-Bericht „Food Waste Index Report“. Restaurants und Take-aways sind zu 28 Prozent an der Verschwendung beteiligt, der Einzelhandel zu 13 Prozent. Food Waste trägt acht bis zehn Prozent zum jährlichen globalen CO2-Ausstoß bei. Zum Vergleich: Der internationale Flug- und Schiffsverkehr ist für jeweils vier Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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