
Tiktok, Instagram, E-Commerce-Trends, Internet-Agenturen, Start-ups, Boohoo, DSVGO, Aliexpress, ChatGPT, Ökodesign-Verordnung
Aktuelle E-Commerce-News: Tiktok, Instagram, E-Commerce-Trends, Internet-Agenturen, Start-ups, Boohoo, DSVGO, Aliexpress und weitere Themen im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
E-Commerce Power von Deutsche Post und DHL – Print-Mailings als Renditehebel
Print-Mailings sorgen für höhere Warenkörbe – Kund:innen von Online-Shops geben tendenziell mehr Geld aus, wenn sie vorher Print-Mailings erhalten. Die Deutsche Post hilft Werbetreibenden dabei, eine Print-Mailing Kampagne einfach selbst anzulegen, und verspricht: „Einfach wie Google.“
HANDEL NATIONAL
Social Media: Tiktok und Instagram wachsen weiter
91 Prozent der von GroupM befragten 3.009 Social Media-Nutzer nutzen Youtube, gefolgt von Instagram (74 Prozent), Facebook (73 Prozent) und Tiktok (47 Prozent). Dabei haben laut Pressemitteilung vor allem Tiktok (plus zwölf Prozentpunkte) und Instagram (plus sechs Prozentpunkte) zugelegt. Ein Viertel der Nutzer verbringt täglich drei oder mehr Stunden auf Youtube oder Tiktok, während mehr als die Hälfte der Instagram-Nutzer täglich vorbeischaut. Die Bereitschaft, in den Netzwerken auch Geld auszugeben, ist bei Tiktok (plus elf Prozentpunkte) und Snapchat (plus sieben Prozentpunkte) am stärksten gestiegen.
Jedes neunte Start-Up befürchtet die Insolvenz
Die Lage der deutschen Start-ups hat sich laut Umfrage des Digitalverbands Bitkom auf den ersten Blick deutlich verschlechtert. Jedes Neunte befürchtet in den nächsten zwölf Monaten die Insolvenz, 45 Prozent sind der Meinung, dass sich die Lage im Allgemeinen für Start-ups verschlechtert habe – vor einem Jahr waren es nur 30 Prozent. Konkret auf das eigene Unternehmen bezogen, erkennen aber nur noch sieben Prozent eine Verschlechterung, 30 Prozent berichten sogar von einer verbesserten Situation.
Ranking der Internet-Agenturen veröffentlicht
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat sein jährliches Ranking der Internetagenturen veröffentlicht. Nach Umsatz führt erneut die Serviceplan-Tochter Plan.net mit 239,5 Mio. Euro, gefolgt von Reply mit 216,7 Mio. Euro und Init aus Berlin mit 209,9 Mio. Euro. Die aktuell wichtigsten Themen für die Agenturen sind der Einsatz von KI, Digitalisierung, agile Arbeitsmethoden und das Recruiting. Augmented und Virtual Reality, Web3 und Metaverse haben dagegen an Bedeutung verloren. Die Teilnahme am Ranking ist freiwillig, ausgewertet wurden die Fragebögen von 141 Digitalagenturen.
Nachhaltig und lokal zu kaufen sind E-Commerce-Trends
Wie eine Umfrage von Kantar Sifo im Auftrag von Nexi zeigt, sind Einfachheit, Sicherheit und Schnelligkeit beim Bezahlen im Internet entscheidend, egal ob per Paypal (47 Prozent), Rechnung (37 Prozent) oder Kreditkarte (26 Prozent). Ganze 78 Prozent gaben laut Pressemitteilung an, dass es ihnen auch online am Herzen liegt, mit ihren Einkäufen lokale Händler zu unterstützen. 64 Prozent hatten in den letzten vier Wochen Nachhaltigkeits-Optionen bei ihren Einkäufen gewählt, 53 Prozent legen Wert auf weniger Verpackung, um Müll zu vermeiden, und 25 Prozent würden längere Lieferzeiten in Kauf nehmen, wenn die Lieferung koordiniert erfolgt.
HANDEL INTERNATIONAL
Boohoos Investoren erbost über Prämienauschüttung
Die Investoren des britischen Fast-Fashion-Portals Boohoo zeigten sich erbost, als sie erfuhren, dass sich die Gründer Mahmud Kamani und Carol Kane sowie CEO John Lyttle jeweils eine Million Pfund als Bonus ausgezahlt haben, berichtet Fashionunited.com unter Berufung auf einen Artikel der Times. Boohoo hat im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr und seine Nettoverschuldung um 100 Mio. Pfund erhöht.
DSVGO für EU-Unternehmen kein Hindernis mehr
92,1 Prozent der 1.800 von Piwik befragten CEOs und Marketingverantwortlichen in der EU sind der Meinung, dass Unternehmen die Online-Privatsphäre von Einzelpersonen respektieren sollten. 82,4 Prozent erkennen die Bedeutung der DSGVO an; 66,4 Prozent der Befragten halten das Gesetz für leicht verständlich. 83,6 Prozent der Befragten glauben, dass Unternehmen die Datenschutzgesetze einhalten und gleichzeitig effektives Marketing betreiben können. Damit stellt die DSGVO laut Piwik nach sechs Jahren „kein Hindernis mehr für europäische Unternehmen dar“.
TRENDS & TECH
David Beckham unterschreibt bei Aliexpress
Aliexpress, die B2C-E-Commerce-Sparte von Alibaba, hat David Beckham unter Vertrag genommen, da das Unternehmen als offizieller Sponsor der Europameisterschaft Millionen in Rabatte und Sonderangebote rund um das Turnier investieren will. Wie Decanherald.com berichtet, wird der berühmte britische Fußballer sein Gesicht für eine Werbekampagne in die Kamera halten, um neue Kunden davon zu überzeugen, „mit Alibaba mehr zu punkten“, so die Original-Pressemitteilung von Alibaba. Die Marketingbemühungen könnten vom Konkurrenten Temu inspiriert sein, dessen Werbespot während des Super Bowls 34 Prozent mehr App-Downloads auslöste als am Tag zuvor.
Deutsche wollen weniger arbeiten
Die deutschen Beschäftigten wollen weniger arbeiten, hat laut Textilwirtschaft.de eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. 35 Wochenstunden (minus drei Stunden im Vergleich zu 2007) wären für die unter 25-Jährigen akzeptabel, die 26- bis 40-Jährigen fänden 34 Stunden besser (minus zwei Stunden) und die über 40-Jährigen wünschen sich eine Arbeitswoche mit 32 Stunden (minus drei Stunden). Auffällig ist das Ergebnis der Jüngeren, wenn man nur die Geringverdiener betrachtet: Hier ist seit 2007 ein Rückgang um 6,3 Wochenstunden zu verzeichnen.
ChatGPT kann noch nicht programmieren
Eine neue Studie der Purdue University zeigt laut Techradar.com, dass Unternehmen ihre menschlichen Programmierer besser nicht entlassen sollten. Die Forscher verglichen 517 Fragen und Antworten, die auf Stack Overflow veröffentlicht wurden, mit dem Code, den ChatGPT als Antwort vorschlug: In 54 Prozent der Fälle wurde die Frage nicht richtig verstanden, 36 Prozent der Antworten waren einfach zu ungenau, 28 Prozent enthielten logische Fehler und 12 Prozent terminologische Fehler. Außerdem war der Code von ChatGPT unnötig lang und zu komplex. Die Tatsache, dass große Sprachmodelle überhaupt schon in der Lage sind, Programmcode zu erzeugen, bleibt trotzdem verblüffend.
NACHHALTIGKEIT
Ökodesign-Verordnung endgültig beschlossen
Mit der Zustimmung der Mitgliedstaaten ist die Ökodesign-Verordnung der EU endgültig beschlossen, berichtet Heise.de. Sie ersetzt die bisherige Ökodesign-Richtlinie, die nur energieintensive Produkte betraf. Ab Ende 2025, wenn die ersten Produktverordnungen die Vorschrift umsetzen, sollen nur noch ressourcenschonend hergestellte, langlebige und energieeffiziente Artikel auf den EU-Binnenmarkt kommen. Der per QR-Code abrufbare Produktpass, der Auskunft über die Nachhaltigkeit gibt, ein Reparierbarkeitsindex und ein neues Ökodesign-Label sind Teil der Verordnung und für alle Mitgliedsstaaten verpflichtend.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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