Weltbild, Cairo + Ikarus, Uber, Postgesetz, Otto, Paydirect, Platform Group, Cross-Border, Michael Kors, Ransomware, Google, Meta

Weltbild, Cairo + Ikarus, Uber, Postgesetz, Otto, Paydirect, Platform Group, Cross-Border, Michael Kors, Ransomware, Google, Meta

Aktuelle E-Commerce-News: Weltbild, Cairo + Ikarus, Uber, Postgesetz, Otto, Paydirect, Platform Group, Cross-Border und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
8 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
Der Erfolg eines Onlineshops steht und fällt mit den Kundenprozessen: Zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht.
Damit Warenauslieferung und Retouren zur Kundenzufriedenheit beitragen, legen Deutsche Post und DHL großen Wert auf sechs
Kriterien für reibungslose E-Commerce-Logistik. Mehr lesen

HANDEL NATIONAL

Weltbild meldet Insolvenz an
Weltbild, Kernunternehmen der E-Commerce-Beteiligungsgesellschaft WB D2C Group, hat Insolvenz angemeldet, um sich zu sanieren, berichtet Zeit.de. Als Gründe werden internationale Krisen, gestörte Lieferketten und aggressive Konkurrenz aus Asien genannt. Andere Marken und Beteiligungen wie Bücher.de, Tausendkind, Paul Valentine, Westfalia, Gärtner Pötschke, Orbisana oder Joker sind nicht betroffen. Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe lag 2023 bei rund 600 Mio. Euro.

Ganzheitliche Weiterbildung schnell umgesetzt mit den Haufe Fachakademien
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Cairo übernimmt Ikarus
Die Cairo AG hat die Marke Ikarus und die dazugehörigen Domains vom Insolvenzverwalter der Ikarus Design Handel GmbH übernommen und den Webshop Ikarus.de unter dem Motto „Neustart: Ikarus powered by Cairo“ wiedereröffnet. Der auf hochwertige Designmöbel spezialisierte Händler plant laut Pressemitteilung für den Herbst einen gedruckten Ikarus-Design-Katalog und bietet den bisherigen Ikarus-Kunden ein inspirierendes Sortiment mit Marken wie Vitra, Kartell, Jan Kurtz und USM Haller. Enttäuschten Kunden des insolventen Ikarus macht Cairo zudem Kulanzangebote, um sie wieder an Bord zu holen.

Uber öffnet seine App für Taxis
Uber öffnet seine App bundesweit für alle Taxiunternehmen in Deutschland, um zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Wie Businessinsider.de Uber-Deutschland-Chef Christoph Weigler zitiert, können „Taxifahrer von der Digitalisierung und der hohen Nachfrage auf der Plattform profitieren“. Damit tritt Uber in Konkurrenz zu traditionellen Taxi-Ruf-Zentralen sowie zu Plattformen wie Bolt und Freenow. In Deutschland kooperieren bereits jetzt mehr als 4000 Taxifahrer mit Uber. Die Nutzung der Plattform ist für Taxiunternehmen mit keinen monatlichen Gebühren verbunden.

Koalition einigt sich auf Postgesetz
Die Ampelkoalition hat sich auf eine Reform des Postgesetzes geeinigt, um den veränderten Anforderungen durch den E-Commerce gerecht zu werden, berichtet Onlinehaendler-News.de. Demnach dürfen Briefe künftig länger unterwegs sein, wodurch die Post Kosten und CO2-Ausstoß senken kann. Ein von Grünen und SPD gefordertes Verbot von Subunternehmern konnte nicht durchgesetzt werden, stattdessen sollen strengere Kontrollen eingeführt werden, um Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz aufzudecken.

Ottos Live-Shopping nun auch auf der Apple Vision Pro
Otto hat eine Live-Shopping-App für Apples Vision Pro entwickelt, die ein realistisches 3D-Einkaufserlebnis ermöglichen soll, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Kunden können Produkte „live erleben, direkt kaufen und virtuell in den eigenen vier Wänden platzieren“, was ihnen einen „enormen Mehrwert“ bieten soll. Im Januar hatte Otto seine Live-Shopping-App für Apple TV veröffentlicht, wie Morning Briefing berichtete.

Zahlungsdienst Paydirekt soll wohl eingestampft werden
Die deutsche Kreditwirtschaft plant, das Online-Bezahlverfahren Paydirekt bis Ende 2023 einzustellen, zitiert Lebensmittelzeitung.net einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Trotz hoher Investitionen und namhafter Gesellschafter wie Sparkassen, Deutsche Bank und Commerzbank hätten Paydirekt und das 2021 fusionierte Giropay nur einen niedrigen einstelligen Marktanteil erreicht. Die Entscheidung fällt zeitlich zusammen mit dem geplanten Start von „Wero“, der von 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern getragenen Payment-Wallet der European Payments Initiative.

The Platform Group übernimmt Gundumac
The Platform Group übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2024 Gundumac, eine B2B-Plattform für Holzmaschinen , berichtet Fashionunited.de. Im Rahmen seines Kapitalmarkttages gab The Platform Group aufgrund der Übernahme aktualisierte Ziele für 2025 bekannt, darunter ein erhöhtes Bruttowarenvolumen von 1,1 Mrd. Euro und einen Umsatz von mindestens 550 Mio. Euro.

Verbraucherzentrale mit Lebensmittelklarheit.de zufrieden
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat untersucht, wie Hersteller auf Beschwerden über irreführende Produktaufmachung auf ihrem Portal Lebensmittelklarheit.de reagieren: Von 84 zwischen Januar und Juli 2022 kritisierten Produkten wurden 33 innerhalb eines Jahres verbessert, während 40 unverändert blieben und elf nicht mehr auffindbar waren, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit bisher 7,3 Mio. Euro geförderte Portal verzeichnet durchschnittlich 37 Beschwerden pro Monat und wird bis 2025 mit weiteren 3,4 Mio. Euro unterstützt.


HANDEL INTERNATIONAL

Cross-Border oder Niederlassung: Das ist bei der Auslandexpansion zu beachten
Händler, die über die Grenzen hinaus verkaufen möchten, stehen vor der Frage: Cross-Border oder Niederlassung? Für beides gibt es gute Gründe. Etailment- und Der-Handel-Redakteur Stefan Becker beleuchtet die Vor- und Nachteile beider Strategien.

Die Hälfte der Angelsachsen shoppt Cross-Border
Laut einer Umfrage von Nosto unter 2.000 Briten und US-Amerikanern haben 52,5 Prozent der Befragten in den letzten 12 Monaten hauptsächlich Mode und Accessoires bei Onlinehändlern im Ausland gekauft, berichtet Ecommercenews.eu. 53,4 Prozent der Befragten gaben als Grund an, dass die Preise im eigenen Land höher waren als im Ausland. Zu billig darf es aber auch nicht sein: Das machte 65,7 Prozent mißtrauisch.

Onlinebanking ist verbesserungsbedürftig
Laut einer Kurzumfrage von Usertesting unter deutschen, britischen und französischen Verbrauchern bevorzugen die meisten Kunden digitales Banking, haben aber häufig Probleme mit ihrer Banking-App und finden ihre Bank generell nicht innovativ genug. 45 Prozent der Befragten haben in den letzten fünf Jahren ihre Hausbank gewechselt, vor allem zu reinen Online- oder Direktbanken. Obwohl 80 Prozent mit ihrer Banking-App zufrieden sind, mussten 41 Prozent schon einmal wegen Problemen die Hotline kontaktieren. Am häufigsten werden fehlende Funktionen, Störungen und eine schlechte Benutzeroberfläche bemängelt.

Michael Kors führt KI „Shopping Muse“ ein
Michael Kors führt auf seiner US-Website die K-basierte Einkaufsassistentin „Shopping Muse“ ein, die in Zusammenarbeit mit Dynamic Yield, einem Unternehmen von Mastercard, entwickelt wurde. Ziel ist es laut Fashionunited.com, das stationäre Einkaufserlebnis online nachzubilden, indem die Umgangssprache der Kunden in maßgeschneiderte Produktempfehlungen übersetzt wird. Erste Tests von Dynamic Yield haben gezeigt, dass die Konversionsrate um 15 bis 20 Prozent höher liegt als bei Standard-Suchanfragen.

Schweiz: Nationalrätin fordert Haftung der Versandhändler
Die Nationalrätin Sophie Michaud Gigon will die Haftungsregelung für Versandhändler in der Schweiz ändern, da Kunden derzeit wenig Handhabe haben, wenn bestellte Pakete nicht ankommen, berichtet Handelszeitung.ch. Nach dem zweitausend Jahre alten römischen Recht, das in der Schweiz immer noch gilt, geht das Risiko auch im Versandhandel mit dem Kauf auf den Kunden über. In der EU hingegen haften die Versandhändler für nicht zugestellte Pakete.


Nach Feierabend greifen die Hacker an
Laut dem „Ransomware Trends Report“ von Veeam Software waren im Jahr 2023 drei von vier Unternehmen weltweit von Ransomware-Angriffen betroffen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Im Durchschnitt wurden 41 Prozent der Daten kompromittiert, wovon nur 57 Prozent wiederhergestellt werden konnten. Eine Studie von Mandiant zeigt zudem, dass 76 Prozent aller Ransomware-Angriffe außerhalb der regulären Arbeitszeiten stattfinden und ein Drittel der Attacken innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Eindringen in ein Netzwerk erfolgen.

Google fährt die KI-Übersichten zurück
Google zeigt deutlich weniger KI-generierte Texte in den Suchergebnissen an, stellt die SEO-Plattform Brightedge fest. Der Anteil der Suchanfragen mit KI-Überblicken sank von anfänglich 84 Prozent auf unter 15 Prozent. Häufiger erscheinen sie bei den sogenannten „hervorgehobenen Snippets“, bei Gesundheitsthemen und Suchanfragen, die als Frage formuliert sind, während sie bei lokalen Themen, Links auf Unterseiten sowie bei Restaurants und Reisen seltener auftauchen. Gerade das Buchen einer Reise dient Anbietern künstlicher Intelligenz gerne als Paradebeispiel.

Facebook-Chatbot leitete zu Betrügern weiter
Der Chatbot „Meta AI“, der in Amerika im Facebook Messenger integriert ist, hat einen hilfesuchenden Kanadier fälschlicherweise an Betrüger verwiesen, indem er eine Telefonnummer als legitimen Facebook-Support bestätigte. Der Mann installierte laut CBC.ca auf Anweisung der vermeintlichen Support-Mitarbeiter eine spezielle App, woraufhin die Betrüger versuchten, Geld von seinem Paypal-Konto und seiner Kreditkarte zu stehlen. Meta gab an, die falsche Auskunft nicht nachstellen zu können, aber daran zu arbeiten, den Chatbot zu verbessern.

41 Prozent der Onlinekäufer stoßen auf Kaufhindernisse
Laut dem „Retail Benchmark Report“ von Usertesting bieten Amazon, Target und Walmart das beste Online-Einkaufserlebnis. Bei der Bewertung des Nutzererlebnisses in den Shops der 25 größten US-Onlinehändler stießen 41 Prozent der Verbraucher auf Hindernisse. Käufer, die auf zwei oder mehr Hindernisse stießen, kehrten mit einer um 34 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit zurück.


NACHHALTIGKEIT

DHLs neues Logistikzentrum ist klimaneutral
DHL Ecommerce hat in Camberley ein neues, 7 Mio. Pfund teures Logistikzentrum eröffnet, das als erstes im britischen Netzwerk des Unternehmens CO2-neutral ist und fast vollständig mit Solarenergie betrieben wird. Die 3.000 Quadratmeter große Anlage wird täglich 10.000 Pakete abfertigen und verfügt über zehn Ladepunkte für Elektrotransporter, berichtet Aircargoweek.com. Camberley liegt etwa 48 Kilometer von London entfernt in der Nähe der wichtigen Autobahnen M3 und M4.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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