Zalando, Wachtumsprognose, HDE, Onlinehandel, JD.com, Tiktok Shop, Digitaler Produktpass, Chatbots, Bewerbungen, Greenlyte

Zalando, Wachtumsprognose, HDE, Onlinehandel, JD.com, Tiktok Shop, Digitaler Produktpass, Chatbots, Bewerbungen, Greenlyte

Aktuelle E-Commerce-News: Zalando, Wachtumsprognose, HDE, Onlinehandel, JD.com, Tiktok Shop, Digitaler Produktpass und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Zalando bleibt doch im DAX
Bei der regelmäßigen Überprüfung des wichtigsten deutschen Aktienindex DAX gab es diesmal keine Veränderungen, berichtet Tagesschau.de. Zalando konnte seinen 40. Platz halten, während die Lufthansa auf Platz 41 den Wiedereinstieg in die Top-Liga der deutschen Börsenunternehmen verpasste. Die Zalando-Aktie, die bereits für hundert Euro gehandelt wurde, notiert derzeit knapp unter zwanzig Euro und damit niedriger als beim Börsengang 2021.

Ifo-Institut senkt Wachstumsprognose auf 0,2 Prozent
Im Vergleich zum Vorjahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt laut Ifo-Konjunkturprognose in diesem Jahr nur noch um 0,2 Prozent wachsen und nicht mehr um 0,7 Prozent, wie noch im Dezember angenommen. In Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung im Sommer und schrumpfte im Schlussquartal sogar um 0,3 Prozent. Für das laufende Quartal rechnet das Institut mit einem weiteren Minus von 0,1 Prozent, eine Besserung wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Für 2025 wird dann mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet.

HDE fordert Modernisierung der Marktüberwachung
Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels fordert eine Neuordnung der Marktüberwachung in Deutschland, um dem hohen Paketaufkommen aus dem Online-Handel außerhalb der EU gerecht zu werden. So seien im vergangenen Jahr zwei Mrd. Pakete mit einem Warenwert unterhalb der Zollfreigrenze von 150 Euro in die EU geschickt worden, von denen nur 5.000 kontrolliert wurden – 92 Prozent davon erhielten keine Freigabe. Deshalb müsse die Marktüberwachung vom Bund und nicht von den Kommunen durchgeführt und die Zollfreigrenze abgeschafft werden.

54 Prozent der Onlinehändler melden sinkende Umsätze
53 Prozent der mehr als 300 vom Händlerbund befragten Onlinehändler waren mit der Geschäftsentwicklung im letzten Jahr unzufrieden oder sehr unzufrieden. Im zweiten Jahr in Folge wurden von der Mehrheit sinkende Umsätze gemeldet: 54 Prozent waren davon 2023 betroffen, 51 Prozent waren es 2022. Auch die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr haben sich deutlich eingetrübt: 57 Prozent erwarten einen negativen Verlauf, während sich 2022 noch die knappe Mehrheit optimistisch äußerte.


HANDEL INTERNATIONAL

Umsätze des Einzelhandels in der EU um 0,3 Prozent gestiegen
Im Januar stieg das saisonbereinigte Absatzvolumen laut Eurostat um 0,3 Prozent gegenüber Dezember, als es um 0,6 Prozent gesunken war. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Luxemburg (+7,6 Prozent), Rumänien (+3,8 Prozent) und Zypern (+1,5 Prozent), die stärksten Rückgänge Estland (-2,6 Prozent), die Slowakei (-1,0 Prozent) und Lettland (-0,8 Prozent). Für Deutschland geht Eurostat von minus 0,5 Prozent im Dezember aus, gefolgt von einem weiteren Rückgang um 0,4 Prozent im Januar. In Österreich betrug der Anstieg im Januar 0,7 Prozent.

Stationärer überholt Online-Handel wieder
51 Prozent der 3.000 Befragten im DACH-Raum haben ihren letzten Einkauf in einem stationären Geschäft getätigt (2021: 43 Prozent), aber nur 38 Prozent online (2021: 47 Prozent). Das hat das Forschungszentrum für Handelsmanagement der Universität St. Gallen in seiner Studie „Omni-Channel Management 2024“ herausgefunden, berichtet Dieostschweiz.ch. Auch bei der Informationsbeschaffung bevorzugen die österreichischen und deutschen Konsumenten wieder das Geschäft vor Ort, nur die Schweizer recherchieren lieber weiter online. Die bekanntesten Omnichannel-Händler sind in Deutschland Mediamarkt, Saturn und Lidl; in Österreich Mediamarkt, Billa und H&M und in der Schweiz Migros, Coop und H&M.

JD.com: Zahlen übertreffen Erwartungen
JD.com meldete für das vierte Quartal 2023 einen Nettoumsatz von 42,51 Mrd. Dollar, ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten lediglich mit 41,67 Mrd. Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 0,74 Dollar pro Aktie, prognostiziert waren 0,63 Dollar. Außerdem kündigte das Unternehmen an, in den nächsten 36 Monaten Aktien im Wert von bis zu 3 Mrd. Dollar zurückkaufen zu wollen, berichtet Scmp.com. Der Aktienkurs stieg nach der Ankündigung zeitweise um 14,7 Prozent.

Tiktop Shop mit eigener Shopify App in Großbritannien
Britische Händler, deren Onlineshop auf Shopify basiert, können jetzt Tiktok Shop for Shopify“ aus dem Shopify App Store herunterladen und integrieren, berichtet Channelx.world. Damit können sie nicht nur ihr Angebot auf Tiktok Shop präsentieren und verkaufen oder ihre Werbekampagnen auf der Videoplattform erstellen, sondern ihre Produkte über das Backend auch in Live-Video-Streams oder Shopping-Feeds einbinden. In Deutschland ist Tiktok Shop noch nicht verfügbar, Branchenkenner rechnen aber aufgrund der zahlreichen Stellengesuche der Plattform für Berlin mit einem Start noch in diesem Halbjahr.


Wenn Produkte chatten lernen
Vermutlich im Jahr 2027 wird der Digitale Produktpass (DPP) eingeführt. Bis auf wenige Ausnahmen muss dann jedes Produkt, das in Europa verkauft wird, einen DPP haben. Er enthält grundlegende Informationen wie Produktname und Typ, Angaben zu Materialien, Zusammensetzung, Datum und Ort der Herstellung, Gewährleistung und Garantie, aber auch Reparatur- und Recyclingfähigkeit sowie Umweltauswirkungen. Über KI-Funktionen lassen sich sogar Chatbot-Dialoge mit den Kunden auslösen. Etailment.de gibt einen Überblick über Chancen und Risiken.

20 Prozent brechen Einkauf wegen Chatbots ab
Laut einer Umfrage des IT-Beraters Intellias aus Chicago brechen 20 Prozent der Nutzer ihren Einkauf nach Interaktionen mit KI-Chatbots ab, berichtet Retaildive.com. Dabei mangelt es nicht an Interesse für die Technologie: Fast die Hälfte der Verbraucher hat nichts dagegen, KI zu nutzen, wenn sich das Erlebnis nicht zu umständlich anfühlt. So wünscht sich ein Viertel der 1.000 Befragten KI-gestützte automatisierte Preisgestaltung und Live-Werbeaktionen, ein weiteres Viertel personalisierte Angebote und Prämien in Echtzeit. Zwei Drittel der Befragten haben keine Einwände, wenn Unternehmen KI beispielsweise zur Automatisierung einsetzen, wollen aber nicht auf menschliche Interaktion verzichten.

KI hilft Unternehmen und Bewerbern bei der Anstellung
Laut einer Umfrage von Resume Builder wollen in diesem Jahr rund 43 Prozent der Unternehmen KI bei der Suche nach neuen Mitarbeitern einsetzen, und 15 Prozent dieser Gruppe überlassen der künstlichen Intelligenz auch die Einstellungsentscheidung. Telefongespräche mit Chatbots sind so für Bewerber keine neue Erfahrung mehr, weshalb auch für sie neue Technologien zur Verfügung stehen, berichtet Theguardian.com. So durchsucht die künstliche Intelligenz von Massive das Netz nach Stellenangeboten, formuliert Bewerbung und Lebenslauf und kann diese auf Wunsch auch selbstständig verschicken. Für das Vorstellungsgespräch auf z.B. Zoom gibt es dann Final Round AI, die dann den Fragen der HR-KI des Unternehmens aufmerksam zuhört und dem Bewerber sofort die beste Antwort auf dem Bildschirm anzeigt, die dieser dann wie von einem Teleprompter ablesen kann.


NACHHALTIGKEIT

Greenlyte sammelt 10 Mio. Euro für DAC-Technologie ein
Das Essener Technologie-Start-up Greenlyte hat in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde 10 Mio. Euro von internationalen Investoren eingesammelt und verfügt damit über 20 Mio. Euro, um seine DAC-Technologie (Direct Air Capture) weiterzuentwickeln, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Das Verfahren basiert auf Flüssig-Sorption und kann CO2 ohne hohe Temperaturen und Druck aus der Luft entfernen. Als Nebenprodukt entsteht Wasserstoff. Der Preis für eine Tonne CO2 soll so bis spätestens 2050 auf 80 Euro sinken. DAC-Verfahren sind derzeit noch diskutiert, viele Experten halten sie für einen wichtigen zusätzlichen Weg, die Klimaziele zu erreichen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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