MySpace-Profile ersetzen Lebenslauf

MySpace-Profile ersetzen Lebenslauf

Social Networking Seiten werden in den USA zunehmend auch von Personalabteilungen großer Firmen genutzt, wie die New York Times berichtet. Sie durchsuchen Internetcommunities wie MySpace, Facebook, Xanga oder Friendster nach den Profilen junger Jobanwärter, um einen Eindruck über den persönlichen Hintergrund der Bewerber zu bekommen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Suchmaschinen wie Google werden schon seit längerer Zeit von Firmen genutzt, um sich einen Eindruck über ihre zukünftigen Mitarbeiter zu verschaffen. Das Entstehen von Social-Network-Communities vor rund zwei Jahren hat der Internet-Recherche eine neue Dimension verschafft. Die Profile verraten viel über den Lebensstil der Nutzer und lassen sie oft unreif und unzuverlässig erscheinen. Häufig sind provokante Fotos und Kommentare über sexuelle Ausschweifungen sowie Alkohol- und Drogenkonsum auf diesen Seiten zu finden, ohne dass die Verfasser an mögliche Folgen denken.

Vor allem in den USA ist es gängige Praxis, dass Firmen ihre zukünftigen Mitarbeiter aus den Absolventen der Universitäten auswählen. An der New York University gaben rund 30 Personalvermittler an, Social Networking Seiten zu nutzen um sich einen Eindruck über die Lebensweise und Werte der Absolventen zu verschaffen. Da die Nutzerprofile dieser Seiten im Allgemeinen für jeden zugänglich sind, ist das ein leichtes Unterfangen. Eigentlich wäre es den Usern möglich, sich auf diesen Seiten mehr Privatsphäre zu schaffen, doch nur wenige nutzen die Zugriffsbeschränkungen, da sie nicht damit rechnen, durch ihre Seiten kompromittiert zu werden. (KC)


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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