
Neckermann: Mission Wiederbelebung startet
Der Hamburger Versender Otto will auf neckermann.de den Verkauf von Niedrigpreis-Artikel testen - und schauen, ob "die Marke noch zieht".
David WöllensteinRedakteurIn einem ersten Schritt sollen keine Schwerpunkte im Sortiment gesetzt werden. "Wir werden beobachten, was die Kunden interessiert und dann entscheiden, ob es weitere und wenn ja welche Schritte geben wird", sagte Otto-Sprecherin Ulrike Abratis. "Zunächst müssen wir aber schauen, ob die Marke überhaupt noch zieht".
"Es geht einfach darum, nicht noch weitere Wochen ins Land gehen zu lassen, in denen die Domain neckermann.de brach liegt", sagte Abratis weiter. Je nach Kundeninteresse könne es später auch inhaltliche Schwerpunkte geben.
Neckermann-Domains und -Markenrechte gekauft
Otto hatte sich Ende 2012 die Namensrechte von Neckermann und den Zugang zu den Kunden des untergegangenen Konkurrenten gesichert. Die Otto Group kaufte zudem zu einem nicht genannten Preis aus der Insolvenzmasse die Markenrechte und Internet-Domains wie neckermann.de und neckermann.com.
Zudem darf Otto die Kundenkartei nutzen, um die früheren Neckermann-Besteller anzusprechen. Das soll in den kommenden Wochen verstärkt geschehen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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