
Neckermann.de baut Marktplatz aus
100 Vertriebspartner hat neckermann.de inzwischen. Bis Jahresende sollen es 150 Partner sein, die 100 Millionen Euro zum Gesamtumsatz des Versandhändlers beitragen.
Feste Kriterien bei der Auswahl
neckermann.de wählt demnach seine Vertriebspartner nach festen Kriterien aus. "Die Marke muss stimmen. Attraktive Preise, spannende Marken und Produkte sowie eine schnelle Lieferung müssen gewährleistet sein", erläutert Schöllgen die Strategie.
"Für viele Hersteller, gerade im Modebereich, sind Wachstumsgrenzen in den bisher genutzten Vertriebskanälen erkennbar. Der Onlineshop neckermann.de ist deshalb für viele eine interessante Ergänzung."
Bei Modekompetenz aufholen
Nach den Sortimenten Living und Technik legt das Frankfurter Versandunternehmen nun besonderes Augenmerk auf das Modesortiment. "Es ist kein Geheimnis, dass wir in Sachen ‚Modekompetenz’ einiges aufzuholen hatten", sagt Schöllgen. "Das haben wir erkannt und machen nun auch in diesem Segment gute Fortschritte. Die Produkte unserer Vertriebspartner verstärken unsere Modekompetenz."
Das Vertriebspartner-Modell habe dabei eine ergänzende Funktion, denn mit einem breiteren Sortiment will neckermann.de nicht nur die Umsätze steigern, sondern auch zusätzliche Kunden gewinnen – vor allem online: "Schon heute erwirtschaften wir rund zwei Drittel aller Umsätze im Internet", so Schöllgen.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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