Neckermann.de legt beim Umsatz zu

Neckermann.de legt beim Umsatz zu

Die Online-Strategie geht auf: Der einst angeschlagene Versender Neckermann übertrifft seine Umsatzprognose. Und nähert sich so langsam sogar wieder der Gewinnzone.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Neckermann schreibt damit zwar streng genommen am Ende des Tages weiter rote Zahlen, wie der Vorsitzender der Neckermann.de-Geschäftsführung Henning Koopmann im Gespräch mit dem Lokalteil der FAZ eingeräumt hat. Vor Zinsen, Steuern und Anschreibungen sei allerdings die angekündigte schwarze Null erreicht worden.

Gewinnzone kommt näher

Allerdings kommt der Versandhändler, der sich seit geraumer Zeit konsequent dem Onlinehandel verschrieben und seinen Namen 2006 in Neckermann.de geändert hat, der Gewinnzone näher: Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat Neckermann die im Herbst angekündigte "schwarze Null" erreicht, während das Unternehmen 2009 noch einen Verlust von knapp 50 Millionen Euro bilanzieren musste.

Das zweistellige Umsatzwachstum sei in allen drei Segmenten Mode, Technik und Living erzielt worden, heißt es von der Neckermann-Pressestelle. Das Wachstum im E-Commerce habe bei rund 30 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt lag 2010 nach Angaben des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels (bvh) bei rund 18 Prozent.

100 neue Stellen 2011

Nach dem Stellenabbau in den vergangenen Jahren – 2008 beschäftigte die Gruppe in Europa rund 5.000 Menschen, Anfang 2010 waren es rund 4.000 – stellt Neckermann inzwischen wieder Personal ein: 250 neue Arbeitsplätze sind 2010 hinzugekommen, für das deutsche Geschäft will Neckermann in diesem Jahr noch einmal rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen, überwiegend in der Konzernzentrale Frankfurt.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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