
Neue Google-Anzeigenplätze: So wirkt sich das Monopol von Seite 1 für SEA und Klicks aus
Die geänderte Anzeigenausspielung von Google in den Suchergebnissen haben bislang nur zu einer kaum merklichen Verteuerung der Anzeigenplätze geführt. Das ist die gute Nachricht für Händler. Die schlechte News: Noch mehr Ad-Klicks als bislang konzentrieren sich auf die erste Seite der Suchergebnisse. Die Folgen sind erheblich.
Statt bisher drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen und einer flexiblen Anzahl von Ads rechts daneben, werden seit Ende Februar wie auf Tablets und Smartphones bis zu vier Anzeigen über und bis zu drei unter der organischen Suche angezeigt. Die geänderte Anzeigenausspiegelung stärkt nochmals das Traffic-Monopol der Seite 1 bei Google. Das geht aus einer Analyse der Performance-Marketing-Plattform Intelli Ad und der Agentur Ad Agents hervor.
86 Prozent der Ad-Klicks entfallen nun auf die sieben Top- und Bottom-Platzierungen. Vor der Umstellung erzielten die Anzeigen über und neben den organischen Ergebnissen zusammen 71 Prozent der Klicks. Mehr als die Hälfte des Traffics entfällt dabei allein auf Position 1.
Klickstark präsentieren sich die dabei Anzeigen unterhalb der organischen Suchergebnisse nach der Umstellung. Sie erzielten über 19 Prozent des gesamten Ad-Klickvolumens am Desktop – und damit mehr als das Dreifache der bisherigen Anzeigen, die seitlich platziert waren. Tatsächlich war die Position "Bottom 1" mit nahezu 10 Prozent der Klicks noch vor der Position "Top 2" die am zweit häufigsten geklickte Anzeigenposition.
Das geringere Angebot an Werbeplätzen hat indes derzeit nur zu einem Anstieg des durchschnittlichen Preis pro Anzeigenklick (CPC) um zwei Prozent geführt. Allerdings sind Desktop-Anzeigen für Werbetreibende deutlich teurer als mobile Anzeigen (CPC plus 14 Prozent). Mit ein Grund: Die Conversion Rates am Rechner liegen deutlich höher als am Handy. Also ist auch der Wettbewerb um die besten Plätze härter und teurer.
Für Händler und Werber heißt das nun:
- Traffic gibt es eigentlich nur noch bei einer Platzierung auf der ersten Seite.
- Es kann sich rechnen, eine der hinteren Positionen zu buchen, weil die günstiger sind, aber nun mehr Traffic versprechen.
- Die Macht der Seite 1 und die Übersichtlichkeit der rechten Seite verpflichten mehr denn je zu klug optimierten Shopping-Kampagnen.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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