
Neuheiten und WM sollen Süßwarenumsatz beleben
Im Vorfeld der Süßwarenmesse ISM stellen sich Handel und Hersteller auf höhere Preise für das süße Sortiment ein. Die Fußball-WM soll 2010 für neue Umsatzimpulse sorgen.
Thomas RehmRedakteurBei der Süßwarenindustrie ging der Umsatz um 0,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro zurück. Insgesamt produzierten die deutschen Hersteller 3,57 Millionen Tonnen Süßwaren (minus 2,3 Prozent).
Knabberartikel laufen gut, Schokolade stagniert
Während die Nachfrage nach Knabberartikeln zulegte, entwickelten sich die anderen Warenbereiche - etwa Schokolade, Eis und Kekse - rückläufig.
Sorgen bereite der Branche vor allem der stark gestiegene Preis für den wichtigen Rohstoff Kakao, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Süßwarenindustrie Tobias Bachmüller. Diese Erhöhungen habe die Industrie aufgrund des harten Wettbewerbs im Lebensmittelhandel nicht in vollem Umfang weitergeben können.
Fußball-WM als Umsatzbringer
Für 2010 hoffen Handel und Hersteller, die diesjährigen Umsätze halten zu können. Dabei setzt die Branche vor allem auf die Fußball-Weltmeisterschaft, denn beim Fernsehen werde viel geknabbert.
An diesem Sonntag beginnt in Köln die Internationale Süßwarenmesse (ISM). Bei der viertägigen Fachmesse zeigen rund 1.500 Aussteller neue Süßwarenprodukte. Dazu gehören neue Schoko-Geschmacksrichtungen wie "Kölnisch Wasser", Schokoladen-Sushi oder Fruchtgummis in Form von Hühnerfüßen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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