Neustart für Karstadt-Onlineshop

Neustart für Karstadt-Onlineshop

Modischer, trendiger - und hoffentlich umsatzstärker: Karstadt hat den eigenen Onlineshop neu gestaltet. Das Unternehmen setzt auf visuelle Anreize, um vor allem weibliche Kunden zu locken.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Für den Umbau zum ernstzunehmenden Multichannel-Händler haben sich die Karstadt-Manager ein halbes Jahr nach internationalen Best Practice-Beispielen umgeschaut und analysiert, wie die großen Warenhausbetreiber in Amerika und Großbritannien online und stationär gute Geschäfte machen.

Konzentration des Sortiments

Herausgekommen ist nun der neue Onlineshop des Warenhausbetreibers, der sich auf die Bereiche Mode, "Personality" (das heißt bei Karstadt Kosmetik, Uhren, Schmuck und Accessoires), Wohnen und Sports konzentriert. Die Fashion- und Lifestyle-orientierten Sortimente sollen ausgebaut werden. "Wir werden nicht alles online anbieten, was wir stationär anbieten", sagte Melzer bereits im Vorfeld der Webshop-Neueröffnung.

Der Onlineshop zielt mit einer emotionalen Ansprache vor allem auf die weibliche Kundschaft und hat nun eine einfachere, optimierte Navigationsstruktur. Top-Produkte und Empfehlungen aus den Sortimentsbereichen werden jeweils mit großen Bildern hervorgehoben.

Kurs Richtung Multichannel

In der Navigation bietet jeder Produktbereich neben den normalen Produktkategorien auch die Möglichkeit, direkt Marken oder "Themen" zu wählen - bei Accessoires sind das etwa "Knallfarben" oder "Flower Power". Bezahlt wird mit Vorkasse, Kreditkarte oder Giropay.

Seit Anfang Juni ist auch die neue Karstadt-App erhältlich, ab Herbst sollen Kunden in die Lage versetzt werden, Wunschartikel online zu bestellen und in der Filiale abzuholen. Bereits jetzt können Kunden im Internet die Verfügbarkeit eines Artikels in einer bestimmten Filiale überprüfen.

"Es ist relativ einfach, einen Webshop aufzusetzen oder ein Frontend-System auszutauschen", berichtete Melzer von den Herausforderungen auf dem EHI Multichannel Management Kongress vorige Woche in Düsseldorf. "Aber am Ende des Tages wird im Backend das Geld verdient – oder verloren."

In spätestens drei Jahren will Karstadt ein "echter" Multichannelhändler sein: "Dann funktioniert die Vernetzung stationär-online und die Systeme aller Verkaufskanäle arbeiten komplett zusammen", sagte Melzer.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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