Doch es kommt noch schlimmer: Mit einem Fingerschnippen verwandelt sich der Weihnachtsmann in den Zalando-Postboten, tauscht seinen roten Mantel gegen die Postbotenuniform. Darf das? Das Symbol weihnachtlichen Schenkens als eine Billigvariante (kein Zauberstab!) von Albus Dumbledore?
Die Folge: Der Zalando-Bote schreit vor Entsetzen, weil nun doch der Weihnachtsmann die Geschenke bringen kann. Wir finden, das geht gar nicht.
Zweitens: Der Weihnachtsmann hat keinen Arbeitsvertrag als offizieller Zusteller. Lohndumping!!! Womöglich arbeitet er sogar ganz ohne Lohn. Nötig hat es Geld ja wohl (Kirchensteuer?) nicht.
Dabei hatte Bundeskanzerin Angela Merkel gerade noch deutlich gewarnt:
"Wir müssen aufpassen, dass es faire Wettbewerbsbedingungen gibt, dass es auch faire Bezahlungen gibt, gerade auch im Online-Handel müssen die Arbeitsbedingungen vertretbar und für die Beschäftigten akzeptabel sein."
Berlin sollte man nun beim Wort nehmen. Die Bundesregierung muss jetzt handeln und Zalando genau auf die Finger schauen. Im Interesse unserer Kinder und aller Beschäftigten. Gerade auch mit Blick auf die Zukunft unseres Landes.
Bald ist ja schon Ostern. Wer weiß, welches Symbol unbeschwerter Kindheit Zalando dann werblich schlachtet.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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