
Online gleicht Weihnachtsflaute bei Parfümerien aus
Viele Parfümerie-Besitzer haben sich Ende 2012 schlechteres Wetter gewünscht: Bei den warmen Temperaturen lief das Weihnachtsgeschäft nur schwach. Dank Onlinehandel legte die Branche aber zu.
Björn BöerChefredakteurNicht nur Marktführer Douglas setze immer mehr auf das Geschäft über seinen Onlineshop. Auch Mittelständler würden Parfüms im Internet professionell verkaufen, so Keldenich. Zahlen zum Anteil des Umsatzes über das Internet konnte der Branchenverband allerdings nicht vorlegen.
Damenduft mit Umsatzplus
Keldenich warnte davor, Parfüms aus Nicht-EU-Ländern zu kaufen. Wenn die Ware zum Beispiel aus den USA komme, könne es passieren, dass der Kunde die Zollgebühren zahlen müsse. "Wer außerhalb der EU im Internet kauft, der muss wissen, dass er sich mit sehr großen Risiken behaftet", sagte der Ehrenpräsident des Europäischen Parfümerie-Verbands, Reinhard-Dieter Wolf. Fragen des Markenrechts seien häufig nicht geklärt.
Beim wichtigsten Segment der Branche, den Damendüften, erzielten die Parfümerien ein Plus von 3,7 Prozent. Auf Parfüm und andere Duftwässer entfällt fast ein Drittel des Gesamtumsatzes. Mit 7 Prozent wuchs der Verkauf von Schminke überdurchschnittlich. Für dieses Jahr rechnet die große Mehrzahl der Parfümerien nach Angaben des Branchenverbandes mit weiter guten Geschäften.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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