
Onlinehändler weniger wetterfühlig
Die stationären Händler hatten im Vergleich zu den Onlinehändlern öfter mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, weil der Winter so lang war.
Viele Onlinehändler bemerkten keine Auswirkungen
Die Onlinehändler hingegen scheinen weit weniger von der Wetterlage beeinflusst gewesen zu sein, wie wiederum das E-Commerce-Center (ECC) am IFH herausgefunden hat. Demnach hatten "nur" rund ein Viertel der befragten Onlinehändler Umsatzeinbußen wegen des Wetters zu verzeichnen. Während mit rund 43 Prozent die Mehrheit der Onlinehändler angab, keinerlei Auswirkungen zu spüren, verzeichnete knapp ein Drittel sogar Umsatzzuwächse von durchschnittlich rund 15 Prozent.
Rund ein Drittel der befragten Onlinekunden gab in einer anderen ECC-Studie an, bei schlechtem Wetter lieber online als im stationären Handel einzukaufen. Allerdings ist gut jeder zweite Onlinekunde der Meinung, dass sein Einkaufsverhalten nicht vom Wetter beeinflusst wird (53,9 Prozent).
Bei den Aussichten für das laufende Jahr sind sich die befragten Händler quer über die Vertriebskanäle hinweg dann allerdings wieder recht einig: Rund 43 Prozent der Onlinehändler und rund 45 Prozent der stationären Händler rechnen demnach künftig mit einer Verbesserung der Geschäftslage.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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