
Onlinehandel-Chef von Kaufhof geht
Der Leiter E-Commerce des Warenhausbetreibers Kaufhof, Thorsten Waack van Wasen, wird nach Informationen von derhandel.de das Unternehmen verlassen.
Gerüchte, denen zufolge Waack van Wasen wegen internen Unstimmigkeiten zwischen dem stationären Geschäft und der E-Commerce-Sparte geht, widerspricht der E-Commerce-Manager: "Ich verlasse Kaufhof nicht wegen Kaufhof", sagt Waack van Wasen zu derhandel.de. "Ich bin geholt worden, um den Webshop aufzubauen. Das ist nun geschehen, und ich gehe zurück in die USA." Dort lebe seine Familie, die für sein Kaufhof.de-Engagement gar nicht erst nach Deutschland gezogen sei.
Lieferschwierigkeiten "aufgebauscht"
Lieferschwierigkeiten ausgerechnet in der vergangenen Weihnachtssaison sollen ebenfalls zum Zwist beigetragen haben. "Über die damalige Berichterstattung habe ich mich sehr geärgert, denn es bleibt nicht aus, dass nicht alles im Weihnachtsgeschäft rundläuft, wenn man im Oktober den Shop liveschaltet", erläutert Waack van Wasen. "Ein Artikel damals machte die Geschichte viel größer, als sie war. Aber die aufgebauschte Story hat intern bei Kaufhof natürlich dann zu einigen Diskussionen geführt." Doch das sei alles inzwischen geklärt.
Im Laufe der kommenden Woche werde er zurück in seine Wahlheimat New York gehen und dort eine neue Aufgabe übernehmen. "Was ich genau mache, darf ich noch nicht sagen. Es hat aber natürlich mit E-Commerce zu tun." Nun müsse er noch einige Dinge bei Kaufhof.de klären und an seinen Nachfolger übergeben: "Allein daran sieht man, dass Kaufhof und ich nicht im Streit auseinandergehen", argumentiert der E-Commerce-Experte. "Wir werden Freunde bleiben."
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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