Onlinekunden sind schlechte Zahler

Onlinekunden sind schlechte Zahler

2 Min.Aktualisiert am
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Die Anonymität des Internets drückt auf die Zahlungsmoral der Konsumenten. Vor allem kleine Händler kommen deswegen in Existenzschwierigkeiten. Allerdings sind die Probleme vieler Unternehmen hausgemacht.

Vor allem Onlinehändler mit bis zu 50 Mitarbeitern sehen sich oft mit nicht bezahlten Rechnungen konfrontiert, obwohl sie die bestellte Ware korrekt ausliefern, sagte eine Mitautorin der Studie am Mittwoch. Einige dieser Händler mussten sogar existenzbedrohende Zahlungsausfälle von zehn bis zwanzig Prozent des Umsatzes hinnehmen.

Insgesamt haben gut 86 Prozent der 619 befragten Unternehmen und Selbstständigen bereits Erfahrungen mit Ausfällen gemacht. In den meisten Fällen handelte es sich allerdings um geringe Umsatzanteile von bis zu einem Prozent.

Risikomanagement ist mangelhaft

Obwohl viele Onlineshopper sich offensichtlich nicht scheuen, ihre bestellten Waren nicht zu zahlen, lässt das Risikomanagement der betroffenen Unternehmen noch zu wünschen übrig.

"Betragslimits bei Neukundenbestellungen oder Adressprüfungen stellen für Händler keine großen Hürden dar und können Zahlungsausfälle deutlich minimieren", sagte IfH-Geschäftsführer Kai Hudetz. Trotzdem fehlten oft die Zeit oder das Personal, um Hürden für säumige Kunden aufzubauen.

Viele Händler blieben bei den aus Kundensicht beliebteren, aber risikoreichen Verfahren wie Lastschrift und Rechnung, so die Studie.

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