
Ost-Marken schütteln DDR-Ruf ab
Marken aus den neuen Bundesländern haben ihren Ruf als Ostprodukt weitgehend abgelegt, zeigt eine Studie. Für Konsumenten spielt der Ursprung einer Marke inzwischen kaum noch eine Rolle.
David WöllensteinRedakteurOstdeutsche kennen Ostprodukte nicht mehr
Während es immer noch typische Ostprodukte im Supermarkt zu kaufen gibt, hat es keine einzige ostdeutsche Marke in der Umfrage geschafft, das Lebensgefühl der Ossis zu repräsentieren.
Deutsche aus Ost und West identifizieren sich ausschließlich mit westdeutschen Traditionsmarken. 64,9 Prozent aller Deutschen nennen Marken wie Adidas, Nivea und Esprit, wenn sie ihr persönliches Lebensgefühl beschreiben sollen.
Selbst in den neuen Bundesländern sind ostdeutsche Marken nicht mehr bekannt. So fallen den ostdeutschen Konsumenten auf Anhieb nur die Marken Rotkäppchen (24 Prozent), Spreewald-Gurken (14,2 Prozent) und der Trabant (5,7 Prozent) ein. Dabei ist gerade der Trabant für immerhin 13,6 Prozent der Westdeutschen nach wie vor Symbol der ostdeutschen Markenwelt.
Für die Studie wurden rund tausend Bundesbürger in Ost und West befragt.
Der Handel / dpa

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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