
Osteuropa versalzt Praktiker-Bilanz
Herbe Verluste im Ausland, halbwegs stabile Umsätze in Deutschland: Der Baumarktbetreiber Praktiker zeigt eine gespaltene Bilanz für 2009.
David WöllensteinRedakteurStabile Geschäfte im Inland
In Deutschland erwies sich das Geschäft trotz Wirtschaftskrise als relativ stabil. Es erreichte ein Umsatzvolumen von insgesamt rund 2,62 Milliarden Euro und lag damit nur geringfügig unter Vorjahresniveau. Die beiden Marken Praktiker und Max Bahr wiesen ein Minus von 1,8 beziehungsweise 1,7 Prozent aus.
"Mit frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungen, Investitionszurückhaltung und ein aktives Management der Warenbestände haben wir eine gute finanzielle Ausgangsposition geschaffen, um 2010 wieder stärker in die Zukunft zu investieren", sagteVorstandsvorsitzender Wolfgang Werner.
Weniger Rabattaktionen
Die Marke Praktiker hat in der Zeit von Oktober bis Dezember 2009 - wie schon im dritten Quartal - weniger Rabattaktionen geboten als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Entsprechend ging ihr Umsatz um 9,3 Prozent zurück (flächenbereinigt minus 10,4 Prozent). In den ersten neun Monaten hatte der Umsatz sowohl absolut als auch flächenbereinigt noch knapp über Vorjahr gelegen.
Der Umsatz der Marke Max Bahr lag im vierten Quartal mit minus 0,9 Prozent (flächenbereinigt minus 1,1 Prozent) nur knapp unter Vorjahresniveau und entwickelte sich damit besser als in den ersten neun Monaten des Jahres.
Insgesamt blieben die Umsatzerlöse des Praktiker Konzerns im vierten Quartal 2009 um 10,3 Prozent (flächenbereinigt 11,4 Prozent) hinter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück.
Die endgültigen Umsatzzahlen und den vollständigen Jahresabschluss gibt der Praktiker Konzern am 26. März 2010 bekannt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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