
Otto Group geht in die Mobile-Offensive
Die Otto Group freut sich über einen neuen Online-Umsatzrekord. 2016 will der Handelskonzern 50 Prozent der Umsätze mit Mobile-Commerce erzielen.
Nachhaltiges Wachstum
Insbesondere in etlichen Stammgeschäften habe die Otto Group im vergangenen Geschäftsjahr "hervorragende" Erträge im E-Commerce erwirtschaften können. "Wie bereits mehrfach öffentlich deutlich gemacht, geht die Otto Group hier einen anderen Weg als manche Mitbewerber, indem sie nach den üblichen Anlaufverlusten von neuen Aktivitäten auf nachhaltiges und wertorientiertes Wachstum achtet", heißt es in der Pressemitteilung mit einem Seitenhieb auf die Start-up-Onlinekonkurrenz Zalando&Co.
Bis 2015 will die Otto Group in einem Dreijahresplan rund 300 Millionen Euro in den E-Commerce investieren wie unter anderem auch in Technologie für den Versender Otto, die Multichannel-Vernetzung der Fachhandelstochter SportScheck und den Cross-Channel-Zahlungsdienstleister Yapital. Zudem kündigte Hillebrand den Start des Projekts "Collins" an, eines "Online-Ökosystems für junge, fashion-affine Frauen mit mehreren Spezialshops". Offizieller Launchtermin ist der 5. Mai. Welchen Namen der Internetauftritt haben wird, ist allerdings unklar: Wenn man aktuell auf collins.de klickt, kommt man auf den Internetauftritt des Filialisten Collins Jeans & Mode aus Herzebrock-Clarholz.
"Mobile First"
Parallel dazu baut die Otto Group ihre Mobile-Commerce-Aktivitäten weiter aus und hat eine konzernweite Initiative namens "Mobile First" gestartet. "Es liegt auf der Hand, dass uns der Trend zu mobilen Endgeräten antreibt eine nachhaltige Mobile-Strategie umzusetzen", erläutert Hillebrand, der im Vorstand der Otto Group die E-Commerce-Aktivitäten verantwortet.
"Smartphones und Tablets ermöglichen ein hoch personalisiertes, impulsgetriebenes Einkaufserlebnis, das von Verbrauchern immer stärker eingefordert wird. Unser Ziel ist es, bis 2016 über alle unsere Onlinemarken hinweg 50 Prozent unseres Onlinetraffics mobil zu erwirtschaften." Bereits heute verbuchten einige der Onlineshops bis zu 40 Prozent der Besuche über Smartphones und Tablets.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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