
Otto will Lebensmittel im Internet verkaufen
Der Hamburger Versandhändler Otto prüft erneut den Verkauf von Lebensmitteln über das Netz. Für das Geschäft sucht der Konzern derzeit einen nationalen Partner.
David WöllensteinRedakteurEin ähnlicher Versuch war vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Vermarktung von Lebensmitteln über das Internet gilt als schwierig. Während in Deutschland inzwischen rund 33 Millionen Menschen jährlich für 15,5 Milliarden Euro Waren im Internet bestellen, fristen Lebensmittel hier ein Schattendasein.
Lebensmittelhändler ignorieren Onlinegeschäft
Der online erzielte Umsatzanteil erreicht an dem 150 Milliarden Euro großen Lebensmittel-Markt gerade einmal 0,5 Prozent und beschränkt sich im wesentlichen auf Spezialitäten und Delikatessen.
Obwohl Umfragen immer wieder ein hohes Verbraucherinteresse bescheinigen, zeigten stationäre Filialisten wie Rewe, Edeka oder Lidl bisher wenig Engagement oder konzentrieren sich auf den Verkauf von Nonfood-Artikeln. Schrader glaubt, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. "Den meisten Ansätzen fehlt die nötige Marketing-Power. Die hätten wir", sagte er dem Fachblatt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge