Outdoor treibt die Umsätze im Sporthandel

Outdoor treibt die Umsätze im Sporthandel

Die Deutschen lieben wasserdichte und armungsaktive Kleidung - selbst auf dem Weg ins Büro. Den Sportfachhandel freuts. Dank des Outdoor-Segments stand 2012 ein Umsatzplus von zwei Prozent in den Büchern.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Auch für das laufende Jahr rechnen die Händler dank der kauffreudigen Kunden mit einem Plus. "Bemerkenswert ist die positive Einkaufsstimmung bei unserer Bevölkerung, die wir als Fachhändler spürten und jetzt noch spüren", sagte Verbandspräsident Werner Haizmann.

Fast jeder vierte Euro entfält auf das Outdoor-Segment

Am häufigsten landet wind- und wettertaugliche Kleidung in der Einkaufstasche: Der Umsatz in diesem Bereich legte nach dem jahrelangen Outdoor-Boom auch im vergangenen Jahr um fünf Prozent zu.  Das Outdoor-Segment, das neben Artikeln für Bergsport/Wandern auch Schlafsäcke und Zelte umfasst, macht damit bereits 22 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche aus.

Das Segment "Wintersport allgemein" profitierte ebenfalls vom guten Jahresbeginn und steigerte sich um zwölf Prozent. Der Gesamtmarktanteil lag 2012 bei 15 Prozent. Die Warengruppe Baden/Strand litt hingegen unter dem kühlen Sommer und verbuchte ein Umsatzminus von sechs Prozent. Sieben Prozent der Sporthandelsumsätze entfallen auf Bikini und Ähnliches. Besser lief es für Laufsportbedarf (plus 2,7 Prozent) und Fußball (plus 0,4 Prozent), die jeweils elf beziehungsweise zehn Prozent des Gesamtumsatzes im Sportmarkt ausmachten.

Auch beim Fußball sind Textilien Wachstumstreiber

Spannend ist ein Blick auf die einzelnen Kategorien der Fußballartikel: Während Fußball-Hartwaren und Fußballschuhe einstellige Verluste beklagen mussten, stiegen die Erlöse mit Fußball-Textilien um 20 Prozent an - wohl auch ein Verdienst von Fußball-Europameisterschaft und der Bundesliga-Jubiläumssaison.

Wie eine Sonderauswertung des Markforschungsunternehmens Media Control zeigt, waren die vier meistverkauften textilen Fußballprodukte allesamt Trikots der deutschen Nationalmannschaft. Danach folgten Heim- und Auswärtsshirts des FC Bayern München; auch Trikots des Deutschen Meisters Borussia Dortmund waren begehrt.

Grelle Farben und Bommelmützen

Auf der weltgrößten Sportartikelmesse ispo, die an diesem Sonntag in München beginnt, zeigen die Hersteller neue Materialen, mit denen es sich draußen bei jedem Wetter aushalten lässt: Dazu gehören leichte Daunenjacken, die sich nach dem Vorbild von Regenjacken in einer integrierten Packtasche verstauen lassen oder Kleidung aus Kokosfaser, die den Körper beim Sport nicht nur warm halten soll, sondern auch trocken.

Auf dem Kopf bleiben bunte Strickmützen mit einem Bommel angesagt, und auch sonst darf es ruhig bunt sein: Gelb, Grün und Orange sind die Farben der Saison - sowohl bei Kleidung als auch bei Sportschuhen. Neuen Schwung für das Geschäft erhoffen sich Hersteller und Händler von der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im österreichischen Schladming, die in der kommenden Woche beginnt.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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