
Payment: Hauptsache einfach - und überall
Es ist schon etwas eigenartig. Da wird mittels SEPA-Verfahren die Lastschrift ungefähr so verkompliziert wie der Bau eines Neutrino-Beschleunigers. Währenddessen gehen Anbieter wie Google oder Square dazu über, Überweisungen per Mail zu entkomplizieren. Doch genau dahin führt der Trend in einer immer mobileren Welt: Zahlverfahren und Transaktionen zu vereinfachen.
Auch Edeka setzt in einem Feldversuch names "Go4Q" auf einen QR-Code-basierten Ansatz.
Auf der anderen Seite stehen Mobile-Payment-Provider wie iZettle, Payleven & C, die das Smartphone per Kreditkartenlesegerät in eine mobile Kasse verwandeln.
Beide Wege werden je nach Kundengruppe auf lange Zeit ihre Berechtigung haben.
Durchsetzen dürften sich aber langfristig solche Systeme, die den Zahlvorgang im Laden und im Web-Store verheiraten und eine All-inklusive Lösung bieten. Am besten noch verbunden mit der Option zur One-to-One-Überweisung. Komplexer darf dann aber gleichzeitig nicht komplizierter werden.
Wie es nahezu bruchlos funktionieren kann, das zeigen gerade PayPal mit “Log In with PayPal” sowie Google mit der Instant Buy Api und seit längerem Amazon Payment. Einmal, beispielsweise mit dem Paypal-Account, in einen Webshop eingeloggt und dann ohne lästige Eingabe weiterer Daten bestellen und bezahlen.
Und es muss für den Kunden womöglich lukrativer werden, die neuen Zahlmethoden zu nutzen. Mehrwert durch zusätzliches Services, Coupons, Multichannel-Rabatte oder Kundenbindungssysteme. Warum also nicht eine Express-Kasse im Laden für Mobile Payment-Nutzer? Warum nicht VIP-Lieferservice für Kunden, die die dem Online-Händler genehmste Zahlungsmethode wählen?
Am Ende entscheidet schließlich nicht die technische Infrastruktur, sondern die Bequemlickeit des Kunden.
Die Fülle der Payment-Welt wird etailment auch im einem emap-whitepaper präsentieren, dass Anfang Juni erscheint.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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