
Pharmagroßhändler wachsen, der Ertragsdruck aber auch
Noweda und Anzag melden Umsatzwachstum. Der wachsende Ertragsdruck durch Direktvertrieb sowie sinkende Arzneimittelpreise trüben jedoch die Laune der Pharmagroßhändler.
Björn BöerChefredakteurErtragssituation weiter verschlechtert
Auch der Pharmagroßhändler Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) klagt über das immer schwierigere Marktumfeld.
Im Geschäftsjahr 2008 (bis 31. August) hat die Anzag ihren Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro verbessert. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist jedoch von 30,9 Millionen Euro aufgrund einmaliger Sondereffekte auf 10,9 Millionen Euro gesunken.
Der Arzneimittelmarkt wuchs im Geschäftsjahr 2008 zwar um 5,3 Prozent, doch der Umsatz des pharmazeutischen Großhandels erhöhte sich lediglich um 3,5 Prozent, sagte Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der Anzag.
Der Grund hierfür waren laut Trümper Direktbelieferungen der Apotheken durch die Hersteller, die weiter zugenommen haben und inzwischen fast 17 Prozent vom Gesamtmarkt einnehmen.
Zudem wirkten sich die sinkenden Arzneimittelpreise in wesentlichen Sortimentsbereichen unmittelbar auf die Erträge im pharmazeutischen Großhandel aus. Auch der Konditionenwettbewerb im Markt werde immer intensiver.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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