
Pinterest: 6 einfache Ideen für den E-Commerce
Auch wenn die digitale Bilder-Pinnwand in Deutschland eher noch ein Nischenthema für Digital Natives ist, lohnt es sich für Online-Shop-Betreiber schon jetzt, dort einzusteigen. Denn gegenwärtig kann man noch experimentieren und sich dabei zugleich der Aufmerksamkeit der Earl Adopter sicher sein. Angesichts von schon jetzt über 11 Millionen Besuchern weltweit, dürfte das Interesse zudem auch hierzulande rasch zunehmen. Damit kann die Mischung aus Katalog und Lifestyle-Magazin auch zu einem wi...
Angesichts von schon jetzt über 11 Millionen Besuchern weltweit, dürfte das Interesse zudem auch hierzulande rasch zunehmen. Damit kann die Mischung aus Katalog und Lifestyle-Magazin auch zu einem wichtigen Schaufenster für den E-Commerce werden und Kunden aktivieren, zumal sich die Bilder direkt mit der Produktseite verbinden lassen. Sie suchen nach Anregungen? 6 Szenarien und Anwendungsbeispiele, wie sich Pinterest nutzen lässt.
Die Kernfrage vorab: Ist meine Zielgruppe überhaupt dort? Ja, wenn sie im Bereich Bekleidung, Mode, Handarbeiten, Inneneinrichtung, Food bzw Kochen, Urlaub, Bücher unterwegs sind oder mit Produkten zu tun haben, die sich visuell gut darstellen lassen. Auch sollten Sie sich eher an Frauen richten. Männer haben vielfach ein Problem damit, zu verstehen, was an Pinterest so toll sein soll. Autos fehlen beispielsweise bei den beliebtesten Board-Kategorien.
Laut RjMetrics sind die beliebtesten Board-Kategorien:
- Home (17,2%)
- Arts and Crafts (12,4%)
- Style/Fashion (11,7%)
- Food (10,5%)
- Inspiration/Education (9,0%)
- Holidays/Seasonal (3,9%)
- Humor (2,1%)
- Products (2,1%)
- Travel (1,9%)
- Kids (,.8%)
Wie also Pinterest in diesen Bereichen nutzen?
Vorlieben der Nutzer erkennen. Beispiel Modemarke Guess:
Guess startete einen "Color Me Inspired" Wettbewerb. Teilnehmer sollten ihren Pinterst-Account nutzen, um Boards rund um die Trendfarben bei Guess zu kreieren und die Boards “GUESS My Color Inspiration” nennen. Zu gewinnen gab es auch etwas. Guess gewinnt so Einblicke in die Zielgruppe.
Viralität aktivieren. Beispiel Fluglinie bmi:
Die britische Fluglinie bmi hat Nutzer dazu aufgerufen, Bilder der Reiseziele des Carrieres zu re-pinnen, um einen Freiflug zu gewinnen. Bmi hat zudem für spezielle Reiseziele eigene Boards eingerichtet.
Das Mindset der Fans kennenlernen. Beispiel Lands End:
Der Modeanbieter Lands End vergab Preise an Nutzer mit den besten „Boards“ mit Produkten des Unternehmens.
Vielfalt des Sortiments zeigen. Beispiel Birchbox.
Man muss sich wie der Abo-Commerce-Anbieter Birchbox nicht auf eine Kategorie beschränken, sondern kann mehrere Produktgruppen zu einem Inspirationsboard zusammenfassen.
Berichte von Events. Beispiel Birchbox.
Bilder von Events wie Modenschauen bei Flickr abladen, das war gestern. Bei Pinterest sieht das gleich viel hübscher aus - inklusive möglicher Verlinkung auf die Produktseite.
Nutzwert bieten. Beispiel WholeFoods:
Der Händler stellt Rezeptbilder bereit, bietet damit Inspiration und verlinkt dann die Bilder auf die Rezeptseite und sammelt auch Vorschläge der Nutzer.
Solche Ideen lassen ausbauen und variieren. So könnte man für das meistgepinnte Produkt ein Sonderangebot anbieten oder einen speziellen Discount für Pinterest-Kunden bieten oder sie auffordern, bestimmte Sortimente oder Kollektionen ("Ich packe meinen Koffer") zusammenzustellen.
Weitere Tipps: Wie Händler überprüfen können, welche Bilder und Produkte ihrer Website bei Pinterest weitergereicht werden, erklärt t3n. Auch Google Analytics bietet Zahlenmaterial.
Eine Liste mit deutschen Unternehmen bei Pinterest haben die Webathleten zusammengestellt.
Weiteren Lesestoff mit lInks zu vielen Beispielen bietet diese Präsentation:
The complete pinterest_guide_for_brands_e_book_by_emoderationChefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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