
Polizei bekämpft Geldfälscher erfolgreich
Das Falschgeldaufkommen ist in Deutschland rückläufig. Die Bundesbank führt die geringe Zahl von Blüten auf die gute Polizeiarbeit zurück. Händler müssen aber weiter wachsam bleiben.
Björn BöerChefredakteurAllerdings sei das Problem der kriminellen Geldfälschung mit den Polizeierfolgen nicht aus der Welt, erklärte Thiele: "Vielmehr wichen die Täter und ihre Hintermänner, die zumeist der Organisierten Kriminalität zuzuordnen sind, teilweise auf andere Länder aus, in denen sie einen geringeren Ermittlungsdruck beziehungsweise weniger harte Strafen als in Deutschland erwarteten."
Einzelhandel als Eintrittstor für Fälschungen
Noch viel deutlicher wird der Trend der Fälscherbanden, bei der Herstellung der Blüten aufs Ausland auszuweichen, betonte Thiele: "Bislang ist keine Fälscherwerkstatt von überregionaler Bedeutung in Deutschland bekanntgeworden. Das bedeutet, dass Fälschungen erst aus dem Ausland eingeschleust werden müssen, um hier in Umlauf gebracht zu werden."
Rein rechnerisch komme jeder Bürger in Deutschland nur einmal in 2.000 Jahren mit Falschgeld in Berührung, schreibt Thiele. Tatsächlich sei das Risiko sogar noch niedriger. Denn Fälscher versuchten meist über Käufe im Einzelhandel, ihre Blüten unters Volk zu bringen, um dafür echtes Wechselgeld zu erhalten.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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