
Praktiker büßt Umsatz ein
Bei Praktiker bleibt die Lage schlecht. Im ersten Quartal verbuchte die Baumarktkette einen Umsatzrückang. Aber auch der Rest der Branche klagt und hofft auf schönes Wetter.
David WöllensteinRedakteurHoffen aufs schöne Wetter
Pratiker hofft nun auf das zweite Quartal, das für das Unternehmen als wichtigster Jahresabschnitt gilt. Hier habe das bisher schöne Frühlingswetter für eine Belebung vor allem des margenstarken Geschäfts gesorgt.
Das Wetter im März hat die gesamte Baumarktbranche belebt. Auf bereinigter Fläche wurde im Durchschnitt 1,2 Prozent mehr Umsatz als im Vergleichsmonat des Vorjahres erzielt. Dagegen mussten sie in den ersten beiden Monaten teils deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen.
Kritik an der Absatzprämie
Praktiker kritisiert wie andere Händler auch die Abwrackprämie für Altautos, "die Autoherstellern einen ungeahnten Nachfragezuwachs beschert, allerdings auch immer größere Teile der Kaufkraft der privaten Konsumenten absorbiert."
Auf die schlechten Zahlen hat reagiert Praktiker mit einem Kostensenkungsprogramm "im Umfang eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags". Dazu gehören Stabilisierung der Rohertragsmarge, ein Einstellungsstopp in der Zentrale und ein Einfrieren der Gehälter außertariflicher Mitarbeiter umgesetzt. Zudem wurde bei Praktiker Deutschland wurde in einem Teil der Märkte Kurzarbeit eingeführt.
Weniger Investitionen
Zur Liquiditätssicherung werden die zahlungswirksamen Investitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt und sollen am Jahresende zwischen 70 und 80 Millionen Euro liegen, teilt der Baumarkt mit.
Im Ausland legt der Konzern eine Wachstumspause ein, die Zahl der neuen Standorte wird auf eine wenige begrenzt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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