Preise rauschen in den Keller

Preise rauschen in den Keller

Billiges Benzin und Heizöl sowie günstige Lebensmittel haben im September laut Statistischem Bundesamt einen wahren Preisrutsch ausgelöst.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Auch in den kommenden Monaten erwarten Volkswirte noch eine negative Inflationsrate. Das liegt vor allem an den extrem hohen Energiepreisen vor einem Jahr, die seitdem wegen der Wirtschaftskrise gefallen waren.

Gefahr einer Deflation gebannt

Bereits im Juli war das Preisniveau in Deutschland um 0,5 Prozent zurückgegangen, das war das erste Minus seit März 1987. Im August betrug die Inflationsrate null Prozent. Im September sanken die Preise erneut, wobei sich im Vergleich zum Vormonat August ein Minus von 0,4 Prozent ergab.

Die Gefahr einer Deflation, also einer Spirale aus dauerhaft sinkenden Preisen und konjunktureller Krise, bei der die Verbraucher auf noch billigere Produkte hoffen und ihre Einkäufe aufschieben, ist nach Ansicht von Ökonomen endgültig gebannt.

Die aktuelle Inflationsrate liegt weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent. Dieses Niveau soll Preisstabilität ermöglichen, aber keinen Anreiz zum Horten von Bargeld geben.

Billiges Heizöl, günstige Lebensmittel

Im September fielen binnen Jahresfrist vor allem die Preise für Mineralölprodukte mit minus 18,6 Prozent. Leichtes Heizöl war mehr als ein Drittel billiger. Die Preise für Lebensmittel sanken um 3 Prozent, vor allem für Milch, Quark und Butter, die im vergangenen Jahr rasante Preisaufschläge verzeichnet hatten.

Rechnet man Energie und Lebensmittel heraus, so hätte die Inflationsrate im September bei plus 1,3 Prozent gelegen.

Insgesamt mussten Verbraucher für Energie 9 Prozent weniger zahlen als vor einem Jahr. Neben den Mineralölprodukten kostete auch Gas weniger (minus 9,4 Prozent). Teurer wurde dagegen Strom - zuletzt hatten die Statistiker im Jahr 2000 Preisnachlässe bei Strom verzeichnet. Auch die Preise für Tabak und Pauschalreisen stiegen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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