Produktivität der Handelsflächen steigt

Produktivität der Handelsflächen steigt

Mehr Umsatz pro Quadratmeter - das will jeder Händler. 2012 ist dieser Wert angestiegen, doch das ist nicht nur der Leistungsfähigkeit der Branche geschuldet: Die Schlecker-Pleite spielt eine entscheidende Rolle.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Damit hat sich die Flächenproduktivität im deutschen Einzelhandel seit ihrem Tiefpunkt im Jahre 2009 (rund 3.350 Euro pro Quadratmeter) deutlich erholt, betonen die Standortexperten der Nürnberger GfK.

Doch der positive Trend hat eine einfache Erklärung: Die Verkaufsflächen wachsen nicht mehr. Laut der Untersuchung von GeoMarketing ist im Jahr 2012 die gesamte Verkaufsfläche in Deutschland erstmals rückläufig gewesen.

Während in den Jahren zuvor durch Neuentwicklungen und -eröffnungen im Einzelhandel ein Zuwachs von jährlich zwischen 500.000 und 1 Million Quadratmeter zu verzeichnen war, ging die Fläche in diesem Jahr um rund 200.000 Quadratmeter zurück.

Schlecker-Pleite wirbelt Markt durcheinander

Ein Grund dafür: die Schlecker-Pleite. Durch die Schließung Tausender Filialen des insolventen Drogeriediscounters reduzierte sich die genutzte Gesamtverkaufsfläche erheblich.

Manuel Jahn, Einzelhandelsexperte bei GfK GeoMarketing, erläutert: "Allein die Schlecker-Pleite hat auf einen Schlag Millionen Quadratmeter freigesetzt, mehr als jede andere Insolvenz oder Übernahme zuvor." Jahn geht davon aus, dass die vielen freistehenden Filialen wegen schlechter Lagen und Zuschnitte nur zu einem Bruchteil wieder von Einzelhandelsunternehmen genutzt werden.

"Die Schlecker-Insolvenz betrifft rund 8.000 Standorte. Bei nur wenigen ist die Zukunft gesichert, unter anderem nach Übernahmen durch Rossmann und Mac Geiz", sagt Jahn und fügt an: "Die Auswirkung der Schleckerpleite auf die Flächenproduktivität zeigt, welches Gewicht einzelne große Marktplayer auf die Gesamtmarktwerte haben. Eine solide Standortplanung hätte die Schleckerpleite verhindern und eine rechtzeitige Filialnetzsanierung viel retten können."

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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