
Quelle-Investor soll Kapital mitbringen
Auf keinen Fall soll Quelle an eine "Heuschrecke" verkauft werden, sagt der Insolvenzverwalter in einem Interview. Ein Käufer solle lieber Kapital mitbringen.
David WöllensteinRedakteurKein Selbstläufer, Investition notwendig
Die Primondo-Gruppe werde auch nach einem Verkauf kein Selbstläufer sein. Nerlich: "Geld rausziehen geht also nicht". Die Investoren sollten vielmehr zusätzliches Kapital mitbringen, um das Unternehmen nachhaltig aufzustellen. Es müsse investiert werden. Eine Zerschlagung der Versandhausgruppe nach dem Verkauf macht nach Ansicht Nerlichs wirtschaftlich keinen Sinn.
"Bei der Primondo-Kernmarke Quelle brechen unterdessen die Umsätze weg. Die Rückgänge seien derzeit noch zweistellig", sagte Nerlich. Verbuchte Quelle zuletzt 2,3 Milliarden Euro Umsatz, rechnet der Insolvenzbeauftragte für das laufende Geschäftsjahr, das am 1. September begonnen hat, mit einem Umsatzvolumen von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro. Es werde aber auch auf Geschäfte verzichtet, weil es darum ginge, schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Nerlich.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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