
Rabatt-Coupons verführen deutsche Konsumenten kaum noch
Deutsche Verbraucher lassen sich immer weniger von Schnäppchenangeboten mitreißen: Das Interesse an Coupons und Rabattgutscheinen sinkt, hat eine Umfrage herausgefunden.
David WöllensteinRedakteurHoch im Kurs bleiben Coupons für Bekleidungs- und Elektroartikel (19,2 beziehungsweise 18,7 Prozent) - auch wenn das Interesse an letzteren im Vergleich zu 2011 um 3,6 Punkte abgenommen hat. Rabattangebote für Technik belegen nun den zweiten Platz in der Coupon-Beliebtheitsskala, hinter Textilien.
Insbesondere Lebensmittel und Möbel spielen eine geringere Rolle und verlieren um 3,9 beziehungsweise 2,9 Prozentpunkte. Ein Plus von 2,3 Prozent können Kosmetik-Coupons verzeichnen und klettern in der Rangliste der spontanen Verführer von Position neun auf sechs.
Frauen verlieren die Lust am Spontanschnäppchen
Auf die Frage, in welcher Kategorie Gutscheine zum spontanen Zugreifen animieren, geben 42 Prozent der potenziellen Käufer an, sich für keine entscheiden zu können. Das sind 6 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
Im Geschlechtervergleich ist die spontane Schnäppchenlust bei den Frauen um 6,8 Prozent gesunken und hat sich somit fast dem Niveau der Männer angepasst. Bezogen auf das Alter bleiben die 14-19-Jährigen die größten Schnäppcheninteressenten, während die Hälfte der über 50-Jährigen weder Lust auf Coupons vermeldet noch zu spontanen Rabattkäufen animiert wird (60,1 Prozent).
Die repräsentative Befragung des Frankfurter Link Instituts für Markt- und Sozialforschung wurde jeweils im April 2011 und 2012 unter 1.000 Personen ab 14 Jahren durchgeführt. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht Horizont in der aktuellen Ausgabe.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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