
Rabatte satt schon vor Weihnachten
Deutschlands Einzelhändler locken wenige Tage vor Weihnachten mit ersten Winterrabatten. Besonders im Modehandel purzelten am vierten Adventswochenende vielerorts bereits die Preise.
David WöllensteinRedakteurMeist gebe es Rotstiftpreise auf Übergangsware, sagte Jakobs. Mit weiteren Reduzierungen sei nach dem Fest zu rechnen.
Winterschlussverkauf Ende Januar
Jakobs zufolge wird die "Reduzierungsphase" im Modehandel immer länger. "Das liegt auch daran, dass die Unternehmen immer wieder Platz schaffen wollen für neue Ware und Sortimente."
Die letzte große Lagerräumung der Saison erfolgt im neuen Jahr: Start zum so genannten freiwilligen Winterschlussverkauf ist der 24. Januar.
Der Branchenverband ruft dazu auf, den Rotstift mit Augenmaß anzusetzen. Mit Januar und Februar stünden die statistisch kältesten Monate noch bevor, die "Bedarfseinkäufe" bei warmen Pullis und Mänteln auslösen könnten.
Jetzt wird "SOS-Ware" gekauft
Der Handelsverband HDE hatte Städte und Kommunen dazu aufgefordert, am letzten Adventswochenende ihren Beitrag zu leisten und Wege und Straßen ordentlich von Schnee und Eis zu befreien. In der dritten Dezemberwoche hätten die Geschäfte wegen des Winterchaos von leichten Einbußen berichtet.
Am Samstag berichteten Einzelhandelsverbände in mehreren Bundesländern über wieder brummende Geschäfte. In Hessen hieß es: "Das war der umsatzstärkste Tag des Jahres."
"Jetzt kaufen die Menschen die SOS-Geschenke: Socken, Oberhemden, Schlipse", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, der dpa. Auch Lebensmittel für das bevorstehende Festessen seien gefragt.
dpa

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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