
Ravensburger-Chef kritisiert Spielwarenhandel
Für Karsten Schmidt soll ein Spielwarenladen ein Märchenland sein. Doch so etwas vermisst der Chef des Spieleherstellers Ravensburger in Deutschland. Eigene Läden könnten die Antwort darauf sein.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentMultichannel-Konzept für eigene Läden
Die Eröffnung eigener Läden wie bei den Konkurrenten Lego und Playmobil werde daher bei Ravensburger diskutiert. Schmidt schwebt demnach ein Konzept vor, das sowohl Vorteile gegenüber dem stationären als auch dem Onlinehandel haben soll. Multichannel, also. Details wurden jedoch nicht genannt.
Laut Schmidt werden im Fachhandel 40 Prozent der Spielwaren verkauft. "Es gibt zwar einen Rückgang bei den kleinen Läden, aber größere Filialketten wie zum Beispiel der Drogeriemarkt Müller fangen diese Einbußen auf", sagte der Ravensburger-Chef, der den Onlineanteil beim Spielwarenverkauf auf 25 Prozent schätzt. Tendenz steigend.
Mit Sorge betrachtet Schmidt den Überlebenskampf des Warenhauskonzerns Karstadt. "Warenhäuser machen einen wichtigen Teil unseres Umsatzes aus. Wichtiger als dieser Anteil ist allerdings die Marketingfunktion der Kaufhäuser. Wo erleben Sie denn in den großen Fußgängerzonen noch Spielwaren, wenn nicht in den Warenhäusern?"

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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