
"Regierung bremst Investitionen"
Mindestlohn, Baugenehmigungen, Öffnungszeiten: Zum Auftakt des deutschen Handelskongresses in Berlin beklagt HDE-Präsident Sanktjohanser den Regulierungswahn und fordert investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.
Thomas RehmRedakteurKritik am Mindestlohn
"Die Händler sind auf investitionsfreundliche Rahmenbedingungen angewiesen. Die Bundesregierung macht derzeit leider oft das Gegenteil", so Sanktjohanser. Immer neue Belastungen und Regulierungen nähmen den Händlern die notwendigen Spielräume, den tiefgreifenden Umbruch erfolgreich und aktiv zu gestalten. So stelle der gesetzliche Mindestlohn eine enorme Belastung für die Unternehmen dar. Aber auch bei der Gewerbesteuer, bei Baugenehmigungsverfahren oder bei den Ladenöffnungszeiten sei ein neues Denken gefragt.
Sanktjohanser forderte die Durchsetzung eines digitalen Binnenmarkts innerhalb der EU: "Märkte lassen sich nicht mehr abschotten. Nur ein Binnenmarkt sichert gleiche Bedingungen für alle." Es gelte zu verhindern, dass ausländische Onlinewettbewerber in Deutschland Umsätze generierten, obwohl sie anderen Standards bei den Verbraucherrechten folgten. Zum Binnenmarkt der Zukunft müssten aber neben einer einheitlicheren steuerlichen Behandlung auch einheitliche gesetzliche Rücknahmeverpflichtungen für Elektroaltgeräte, Verkaufs- und Pfandverpackungen gehören.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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