Renault will die Pole Position

Renault will die Pole Position

Der französische Automobil-Hersteller Renault möchte seinen Marktanteil in Deutschland weiter ausbauen - und am liebsten wieder Importeur Nummer 1 werden.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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6 Prozent Marktanteil angepeilt

Der rasante Aufstieg von Dacia habe zuletzt die Kapazitäten von Renault Deutschland gebunden, jetzt wolle man die Kernmarke Renault wieder mehr in den Fokus rücken, wie Vorstandsmitglied Reinhard Zirpel erklärt. Ihren Marktanteil wollen die Franzosen von derzeit 4,2 noch in diesem Jahr auf 4,5 Prozent verbessern - und mittelfristig sind 6 Prozent geplant.

Unausgesprochen erhofft man sich in der Deutschland-Zentrale natürlich auch, den Titel „Pkw-Importmarke Nummer 1" wieder von Skoda zurückzuerobern. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres liegen die Tschechen mit 75.223 Zulassungen vor Renault (70.888).

Neue Spaßmobile

Dazu fahren die Franzosen in diesem Herbst gleich eine ganze Armada an Spaßmobilen vor: Vom ersten zweisitzigen Roadster mit pfiffigen Dachkonzept namens Wind über die Neuauflage des Megane Cabriolets bis zu den sportlich getrimmten Editionen für Twingo, Clio und Megane.

Hauptumsatzbringer und Shootingstar in der Produktpalette ist allerdings aktuell der Kompaktvan Scenic mit einem bis Juli aufgelaufenen Zulassungsplus von 153,8 Prozent auf 14.335 Einheiten.

Dacia Duster macht von sich reden

Doch trotz aller Bemühungen um das Renault-Renommee macht derzeit weiterhin ein Dacia von sich reden. Seit wenigen Wochen ist der Geländewagen Duster auf dem Markt - und schon bis Februar 2011 ausverkauft. Im Juli schaffte der erste SUV aus rumänischer Fertigung mit 1.264 Verkäufen auf Anhieb den Sprung auf Platz 5 im Segment hinter so namhaften und etablierten Wettbewerbern wie dem VW Tiguan (3.151), BMW X 1 (2.352), Audi Q 5 (2.105) und dem Ford Kuga (1.446).  Und wenn Dacia liefern könnte, wäre dem Wagen auch ein Platz auf dem Siegertreppchen zuzutrauen.

Konkurrenzloser Kampfpreis

Mit seinem konkurrenzlosen Kampfpreis von 11.900 Euro (damit kein Zweifel aufkommt: inklusive Mehrwertsteuer) für den Frontantrieb mit 77 kW/105 PS-Benzinmotor lockt der Duster die Kunden, die sich dann in der Regel für eine höherwertige Ausstattung, den seit Juni bestellbaren, zuschaltbaren Allradantrieb und den Dieselmotor (wahlweise 63 kW/86 PS, 79 kW/107 PS und 81 kW/110 PS) entscheiden.
 
Denn selbst in der Top-Ausstattung „Prestige", unter anderem mit Lederausstattung, hört der Duster bei 18.200 Euro da auf, wo die Preisliste der Wettbewerber erst beginnt. Wer als Händler einen robusten Allradler für spezielle Alltagsaufgaben sucht, scharf kalkuliert und auf Prestige und Status verzichten kann, liegt, das zeigte ein erster Test von Der Handel, genau richtig. Er muss derzeit nur Geduld mitbringen, bis der Wagen ausgeliefert wird.  

Bernd Nusser

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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