Revitalisiert und quartiersorientiert

Revitalisiert und quartiersorientiert

Durch die hohe Shopping-Center-Dichte in Deutschland sinkt die Zahl der Neueröffnungen. Vorangetrieben werden erst mal Revitalisierungsprojekte, zeigt der aktuelle EHI-Report.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Dynamik in der Branche lasse sich dennoch feststellen: Das zeige die Planung von insgesamt 26 Shopping-Centern, die ab 2017 neu entstehen sollen. "Zudem setzen die Investoren nach wie vor verstärkt auf die Revitalisierungen von bestehenden Centern", sagte Marco Atzberger aus der EHI-Geschäftsleitung heute auf dem "Deutschen Shopping-Center Forum" von EHI und German Council of Shopping Centers in Bonn.

Mehr Revitalisierungen

Insgesamt 476 deutsche Shopping-Center mit einer Gesamtfläche von 15,3 Millionen Quadratmeter hat das EHI bis Anfang des Jahres erfasst. Die hohe Dichte an Shopping-Centern in Deutschland sorgt aktuell für ein verlangsamtes Wachstum hinsichtlich Shopping-Center-Neueröffnungen. Revitalisierungsprojekte werden daher bei Centerbetreibern und -entwicklern zunehmend vorangetrieben. Besonders auffällig ist, dass es sich bei mehr als der Hälfte der derzeitig 28 Revitalisierungsprojekte um Umstrukturierung, Modernisierung oder Erweiterung von Handelsimmobilien handelt, die in den Neunziger- und Nullerjahren realisiert wurden.

"An dieser Entwicklung lässt sich deutlich die hohe Dynamik des Markts erkennen: Shopping-Center werden in einem Zyklus von ca. 10 Jahren modernisiert. Darüber hinaus zeigt sich, dass sich die Planung der damals realisierten Center zu stark am Bedarf der Zeit orientiert hat", erläutert Marco Atzberger.

Alles unter einem Dach

Die Planung neuer Shopping-Center konzentriert sich heute besonders auf die Entwicklung von Stadtquartieren. In Zeiten kurzer Wege sollen Orte für den Kunden geschaffen werden, die Einkaufen, Leben, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereinen. Neue Shopping-Center-Konzepte beinhalten daher, neben der Möglichkeit für Besorgungen des täglichen Bedarfs, immer mehr zusätzliche Angebote, wie etwa Hotels, Wohnungen, Büros, Arztpraxen oder Kinos, die auch nach den Ladenschlusszeiten für eine Belebung des Shopping-Centers sorgen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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