
Rocket Internet mischt Online-Möbelhandel auf
2013 war ein gutes Jahr für Home24 und Westwing: Die Versender rund ums schönere Wohnen aus der Start-up-Schmiede Rocket Internet knackten binnen kurzem die 100-Millionen-Euro-Marke.
Überwiegend Frauen bei Westwing
Während Home24 mittlerweile mehr als 70.000 Artikel im Bereich Möbel, Lampen und Wohnaccessoires im Programm hat – doppelt so viele wie im Jahr zuvor –, und beispielsweise auch in Prospekten der Lebensmittelhändler Rewe und Penny wirbt, lieferte Westwing im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Artikel aus, wie das Unternehmen meldet. Die Firma verschickt eigenen Angaben zufolge täglich E-Mails an die rund 12 Millionen Mitglieder und bietet Artikel bekannter Marken an. Rund 93 Prozent der Mitglieder seien Frauen, das Durchschnittsalter liege jenseits von 40 Jahren.
Rund die Hälfte der Westwing-Mitglieder kommt aktuell aus sieben Ländern in Westeuropa. Zugleich kommt der 2011 gegründete Anbieter auf 3,3 Millionen Kunden in Brasilien und 2,4 Millionen in Polen und Russland. Große Möbel machen weniger als zehn Prozent des Geschäfts aus, sagte Smalla. Westwing habe eine eigene Logistik-Infrastruktur aufgebaut, die auch den Herstellern zur Verfügung gestellt werde.
In Deutschland spielt der Onlinehandel mit Möbeln bisher trotz Zuwächse nur eine kleine Rolle. 2013 lag der Umsatzanteil mit 1,2 Milliarden Euro bei vier Prozent, wie der Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels errechnete.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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