Rocket Internet sammelt eine Milliarde Dollar ein

Rocket Internet sammelt eine Milliarde Dollar ein

Rocket Internet ist die Firma hinter Zalando, Home24 & Co. Nun sollen mehrere hundert Millionen Dollar in den Ausbau des Geschäfts in Lateinamerika und Asien fließen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Verschiedene Investoren steckten 650 Millionen Dollar in einzelne Rocket-Gründungen. Hinzu kamen vergangene Woche rund 400 Millionen für die Muttergesellschaft von den beiden großen Geldgebern Kinnevik und Access.

"Das Geld soll vor allem für die internationale Expansion von Rocket Internet eingesetzt werden", erklärte Samwer. "Wir konzentrieren uns vor allem auf Länder außerhalb der USA und Chinas, wo in den kommenden fünf Jahren das größte Wachstum der Internet-Verbreitung zu erwarten ist." Deshalb sei Rocket inzwischen nicht nur in Europa aktiv, sondern auch in Lateinamerika, Südost-Asien, Indien, Russland, Australien, Afrika und dem Mittleren Osten.

75 Unternehmen in 50 Ländern gehören zum Rocket-Universum

Rocket Internet ist derzeit nach eigenen Angaben an 75 Unternehmen in 50 Ländern beteiligt, die insgesamt rund 20.000 Mitarbeiter haben. Der von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander Samwer gegründete Start-up-Entwickler setzt besonders auf Onlinehandel, etwa mit der deutschen Modeseite Zalando sowie ähnlichen Websites in Russland, Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Außerdem gehören Lebensmittel-Lieferdienste wie Foodpanda und Bezahl-Dienstleister wie Payleven oder Paymill zur Unternehmensgruppe.

Das Geschäftsmodell von Inkubatoren wie Rocket ist es, Internet-Unternehmen zu entwickeln und anschließend an die Börse zu bringen oder zu verkaufen. Seine Investoren wie Kinnevik und Access hätten aber einen langen Atem und drängten nicht auf eine schnelle Rendite, betonte Samwer. "Wir meiden kurzfristig denkende Anleger wie Hedge-Fonds. Ein langer Atem wird belohnt."

In der Vergangenheit wurde immer wieder kritisiert, dass Rocket für seine eigenen Start-ups die Geschäftsideen amerikanischer Unternehmen nachbaue. Zalando etwa lehnt sich an den US-Händler Zappos an. Samwer wies diese Vorwürfe im Interview zurück.

dpa, DH

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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