ROPO-Effekt vs. Showrooming: Wann der Kunde guckt - und wo er kauft

ROPO-Effekt vs. Showrooming: Wann der Kunde guckt - und wo er kauft

Der ROPO-Effekt ist eine der großen Hoffnungen des stationären Handels. Online informieren, offline kaufen (Research Online, Purchase Offline) ist tatsächlich auch Alltag für die Kunden. Showrooming aber ebenso. Und so könnte sich die Hoffnung schnell wieder verflüchtigen, wenn Kunden zwar die Produkte erst online recherchieren, die Ware dann tatsächlich im Geschäft ausprobieren, um schließlich doch via Smartphone noch im Laden den Artikel nach Hause zu bestellen. Diese Krux im Kundenverhalte...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Ja, Haptik ist immer noch gefragt. Der Wunsch, ein Produkt "auszuprobieren" führt bei 60 Prozent der Verbraucher zu einem Besuch in den Geschäften und Fachmärkten. Vor allem Haushaltswaren, Technik und Mode profitieren vom physischen Produkttest. Männer wollen dabei vor allem Lebensmittel und Technik-Produkte anfassen, Frauen wollen Haushaltsartikel, Mode sowie Gesundheits- und Kosmetikprodukte "fühlen".
Weiterer Vorteil des Ladengeschäfts: Kunden wollen das jeweilige Produkt sofort mitzunehmen (48 Prozent), 42 Prozent wollen Rabatte oder Sonderangebote aushandeln. Nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent) möchte Gutscheine einlösen.

Dies geht aus der Studie „Connected Commerce 2015“ über das Kaufverhalten der Deutschen hervor, für die das Marktforschungsinstitut IFOP im Auftrag der globalen Marketing- und Technologieagentur DigitasLBi über 1.000 deutsche Verbraucher befragt hat.

Mobile hat dabei einen gewaltigen Einfluss: Tablets (47 Prozent) und Smartphones (43 Prozent) spielen eine entscheidende Rolle, bevor sich Kunden im Geschäft für ein Produkt entscheiden oder dieses noch vor dem Gang zur Kasse direkt im Internet bestellen. Ihr Einfluss auf das Kaufverhalten liegt damit nicht weit hinter Laptops (63 Prozent) und Desktop-PCs (59 Prozent).

Auffällig ist indes das sowohl ROPO-Effekte als auch Showrooming und damit auch der Einfluss aller digitalen Endgeräte auf den Kaufprozess am POS leicht rückläufig sind. Vielleicht waren die Kunden 2014 schlicht experimentierfreudiger - oder sie sind dann doch komplett ins Web abgewandert.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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