
Rossmann wächst nicht mehr zweistellig
Die Zeiten, in denen der Drogeriehandel von der Schlecker-Pleite kräftig profitierte, sind vorbei. Das spürt auch Rossmann. Trotzdem stellte das Unternehmen 2014 einen Umsatzrekord auf.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentPolen ist stärkster Auslandsmarkt
Zum Jahreswechsel zählte Rossmann 43.700 Mitarbeiter - 3.700 oder fast 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei wuchs das Auslandsgeschäft mit 2.300 neuen und nun insgesamt 16.300 Beschäftigten kräftiger. Der Umsatz stieg um 11,7 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro.
Das Unternehmen ist in Polen, Ungarn, Tschechien, Türkei und Albanien aktiv. Polen ist dabei der stärkste Wachstumstreiber. Dort zählt Rossmann 993 Filialen und ist nach eigenen Angaben Marktführer.
Konkurrenz durch Lebensmitteldiscounter
Insgesamt gehören nunmehr 3.253 Läden zu der 1972 in Hannover gegründeten Kette - das sind gut 8 Prozent Plus gegenüber Vorjahr. Auch 2015 setzt Rossmann auf Expansion, will 170 Millionen Euro investieren und 340 Filialen neu eröffnen, 155 davon in Deutschland.
Unternehmenschef Dirk Roßmann hatte zuletzt berichtet, dass nach der Pleite des einstigen Branchenführers Schlecker Discountermärkte wie Netto und Aldi vermehrt für Konkurrenz sorgen. Das sei der Hauptgrund dafür, dass der Preiskampf erstarke und die Margen unter Druck seien.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
Alle Beiträge