
Rückgabeflut bei Ikea bleibt aus
Mit der Ankündigung für ein lebenslanges Rückgaberecht sorgte der Möbelriese Ikea für Aufsehen. Ein Jahr später zeigt sich: Kunden nutzen die neue Freiheit maßvoll.
Thomas RehmRedakteurKleinteile werden am häufigsten zurückgegeben
Der Durchschnittswert der umgetauschten Waren liege bei etwa zehn Euro, erklärte die Sprecherin. Hauptsächlich würden Kleinteile umgetauscht. In den Büchern mache sich die neue Regelung daher auch nicht wesentlich bemerkbar. Exakte Zahlen über die zurückgegebenen Produkte wollte der Möbelhändler nicht vorlegen. Die Umtauschquote in Deutschland liege aber unter der von Ikea-Häusern in anderen europäischen Ländern. Das Management habe diese Entwicklung auch so erwartet, betonte die Sprecherin. «Wir sind zufrieden damit.»
Die Hälfte der Produkte wird nach ihren Angaben in Originalverpackung zurückgegeben und geht dann wieder in den Verkauf. Wenn nur die Verpackung kaputt ist, wandere die Ware in die Fundgrube des Möbelhauses. Beschädigte Möbel würden in der Regel an soziale Einrichtungen weitergegeben. Missbrauch mit dem neuen unbefristeten Umtauschrecht habe das Unternehmen kaum registriert. «Nach der großen Aufregung nach der Bekanntgabe des neuen Rückgaberechts hat sich alles gut eingependelt.»
Ende August wird der neue Ikea-Katalog auf den Markt kommen. Das neue Rückgaberecht bleibe auf jeden Fall bestehen, versicherte die Sprecherin.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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