
Sanierungsplan für Weltbild offenbar fast fertig
Spätestens Anfang Juni sollen die Verhandlungen über den Sanierungsplan von Weltbild abgeschlossen sein, schreibt das "Manager Magazin". Neuerdings gibt es Gerüchte um einen höheren Stellenabbau.
Björn BöerChefredakteurWie viele Stellen sind noch in Gefahr?
Bis zur Unterzeichnung der Verträge müsse laut Magazin noch die Zahl der Beschäftigten ausverhandelt werden, die am Ende von der neuen Gesellschaft übernommen werden sollen. Dies könne, so sei laut Unternehmenskreisen im Vorvertrag festgelegt, noch einmal den Abbau von bis zu 200 Arbeitsplätzen bedeuten.
Ein Sprecher von Geiwitz wollte sich zu den im Bericht genannten Details nicht äußern. Paragon soll nach den bisherigen Plänen Weltbild übernehmen und alle Betriebsteile des Buch- und Medienhändlers weiterführen.
Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb am Mittwoch, dass bei Weltbild weitere 100 Arbeitsplätze in Gefahr seien. Wie das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, sei der geplante Jobabbau eine Voraussetzung für den Kauf der Gruppe durch den Finanzinvestor Paragon.
In den vergangenen Wochen hatte Geiwitz die Mitarbeiterzahl bei Weltbild bereits für einen Verkauf massiv reduziert. Bei der Konzernmutter und der Filialtochter waren 875 Beschäftigte in Auffanggesellschaften gewechselt. Etwas mehr als 2.000 Mitarbeiter verbleiben bei den zwei Unternehmen.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge