Saturn soll noch in diesem Jahr online gehen

Saturn soll noch in diesem Jahr online gehen

Die Metro-Tochter Saturn soll schon im Weihnachtsgeschäft 2011 als Onlinehändler bestehen, kündigt Eckhard Cordes in einem Interview an. Der Metro-Chef äußert sich auch zur Warenhausehe Karstadt-Kaufhof.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Demnach will Metro auch noch im lukrativen Online-Weihnachtsgeschäft mitmischen. Die Internetstrategie sorgte bei den beiden Elektro-Töchtern Media Markt und Saturn lange für Streit - der soll jetzt beigelegt sein.

Der Konzern rechne damit, dass man "relativ schnell auf einen deutlich höheren Online-Anteil am Gesamtumsatz" kommen könne, betonte der Metro-Chef. Ein Anteil von 30 Prozent sei "mittelfristig" nicht vollkommen unrealistisch.

Preishoheit bleibt bei den regionalen Geschäftsführern

Cordes, über dessen Vertragsverlängerung in den kommenden Wochen entschieden wird, kündigte an, dass es bei Saturn und Media Markt in Deutschland ein Online-Kernsortiment geben werde, dessen Preise man auch in den Filialen wiederfinden werde. Darüber hinaus wolle man im Internet wie im stationären Geschäft "den besten Preis bieten" - Abweichungen seien aber immer möglich. Die Geschäftsführer in den Märkten vor Ort hätten weiterhin die Preishoheit.

Media Markt und Saturn gelten derzeit als Sorgenkinder des Handelsriesen Metro. Als einzige Töchter verdienten sie im vergangenen Jahr operativ weniger als im Vorjahr. Aus Sicht von Branchenkennern lassen sich heute nur noch über das Internet zweistellige Wachstumsraten erzielen. Im März hatte Media-Saturn bereits die Übernahme des Online-Händlers Redcoon bekannt gegeben, mit dem das Internetgeschäft vorangebracht werden soll.

Gegen den Aufbau eines Internet-Arms wurden bei Media-Saturn lange vor allem Kannibalisierungseffekte angeführt: Der Verlust von Umsätzen in den Läden zugunsten des Internets. Auch die Unternehmensstruktur erschwerte den Online-Einstieg: So ist jeder Geschäftsführer eines Media- oder Saturn-Marktes an seinem Laden beteiligt und genießt Preishoheit.

Deutsche Warenhaus AG ist abgehakt

Mit einer Fusion der eigenen Kaufhof-Häuser mit Karstadt rechnet Metro-Chef Cordes nicht mehr: "Ich halte einen Zusammenschluss von Karstadt mit unserem Kaufhof weiterhin für richtig, aber die andere Seite will nicht. Dann eben nicht, für mich ist das Thema Deutsche Warenhaus AG abgehakt."

Einen Börsengang der Metro-Tochter Kaufhof hält Cordes dagegen weiterhin für möglich: "Das ist nicht abgehakt. Dies ist eine Idee, die aus unseren Gesprächen mit Bankern hervorgegangen ist. Diese bescheinigen uns, dass Kaufhof jetzt einen Reifegrad erreicht habe, der die Kette börsenfähig mache." Man habe aber keine
Eile: "Denn der Kaufhof verdient gutes Geld, in jedem Jahr übrigens mehr."

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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