
Schlecker-Erinnerungen: Danke für das Gespräch
Ein Interview, das nie gedruckt werden durfte - und das die starke interne Hierarchie bei Schlecker deutlich machte.Volker Schurr ist 2011 in ...
Thomas RehmRedakteurSchurr begreift seine Arbeit als Marketingchef nicht nur als Überwacher von Werbespots sondern versteht sich als Führungskraft und als Repräsentant der versprochenen neuen Unternehmenskultur. Er gibt Der Handel ein langes Interview - das nie gedruckt wird. Weil er Fragen beantwortete, die er nicht beantworten durfte.
"Wir wollen weg von dem verstaubten Image, stattdessen moderner und wettbewerbsfähiger werden. Mein Job ist dabei, mehr Professionalität ins Marketing zu bringen", sagte er beispielsweise. Doch grundsätzliche Äußerungen zu Schlecker stünden nur der Unternehmensleitung zu, also der Familie Schlecker, teilt deren PR-Agentur mit - und bietet zum Ausgleich drei überarbeitete, weichgespülte Antworten von Schurr an.
Was er wirklich gesagt hat, ist darin kaum noch zu erkennen. Zudem ist die Agentur so freundlich und formuliert gleich noch eine Frage mit um, damit diese auch harmloser klingt. Trotzdem: Danke für das Gespräch, Herr Schurr.
Steffen Gerth
Weitere Schlecker-Erinnerungen:
Bruch mit dem Patriarchen: Eine Pressekonferenz, in der Firmengründer Anton Schlecker endgültig entzaubert wurde.
"Da ist was für dich drin": Eine nahezu konspirative Sitzung von Schlecker-Betriebsrätinnen zeigt den ganze Mut der Schleckerfrauen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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