
Schlecker reduziert abermals die Preise
Alles muss raus: Schlecker hat nicht mehr viel Zeit, Ende Juni werden alle Filialen geschlossen. Nun wird die laufende Rabattaktion nochmals verändert - mit regelrechten Schleuderpreisen.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentAusverkauf laufe planmäßig
Ab heute dürfte auch der große Rest verkauft werden - bevor dann die Verwerter das übernehmen, was wirklich keiner mehr will. Schlecker hat am Montag die Rabatte auf 50 bis zu 70 Prozent erhöht.
Der Ausverkauf der Ware in den Filialen der insolventen Drogeriekette verlaufe planmäßig, hieß es bei der Insolvenzverwaltung im baden-württembergischen Ehingen. "Ich bin sehr dankbar für das Engagement der Schlecker-Frauen in dieser für sie sehr emotional schwierigen Situation", teilte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit.
Die mehr als 13.200 Beschäftigten in den bundesweit rund 2.800 Filialen bestreiten derzeit den Ausverkauf mit dem Wissen, Ende Juni die Kündigung zu erhalten. Bereits Ende März hatten aufgrund der Insolvenz 11.000 Schlecker-Mitarbeiter ihren Job verloren. Unklar ist noch, was mit den rund 5.000 Beschäftigten von IhrPlatz und Schlecker-XL wird.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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