
SEO: Warum der E-Commerce auf Produktbewertungen nicht verzichten kann
Trauen Sie sich immer noch nicht, dem Kunden in ihrem Webshop Raum für ausführliche Produktbewertungen zu geben? Geben Sie sich mit Sternchen oder einem "Like"-Button zufrieden? Das könnte ein Fehler sein. Sie verzichten damit auf Traffic, auf den Long Tail und jede Menge Google-Liebe. Organische Suchergebnisse sind mit 64,18% eindeutig wichtigster Suchmaschinen-Traffic-Lieferant für Online-Shops. Das bestätigte gerade eine Studie von Aufgesang Online Marketing GbR. Ungefähr seit der Erfindun...
Beispiel Chefkoch.de. Die Website rangiert in Sachen Traffic regelmäßig auf Augenhöhe mit Spiegel Online. Einer der Gründe: Die Fülle an Beiträgen der Nutzer, die diese seit Jahren zu Gott und der Welt dort hinterlassen. Long-Tail-Effekte, die sich täglich in den Besucherzahlen auswirken.
Beispiel Tripadvisor: Wer nach einem Hotel an seinem Urlaubsort sucht, der findet bei Google schnell Links zu Tripadvisor und anderen Hotelbewertungsplattformen. Grund: Die Fülle an Nutzer-Kommentaren auf den jeweiligen Plattformen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass dieser User-Generated Content ständig frisch ist und mit aktuellen Beiträgen ergänzt wird. Google belohnt das.
Doch selbst wer Produktbewertungen einsetzt, kommt oftmals nicht in den Genuss der Google-Liebe. Grund: Die Produktbewertungen sind vielfach in iFrame eingebunden. Google mag das nicht. Ein verschenkter Schatz.
Anbieter wie Amazon setzen stattdessen ganz bewusst darauf, dass die Kommentare der Nutzer auf einer Produktseite auch von Google gefunden werden und profitieren damit von Kunden, die bei Google nach einem Artikel suchen.
Hinzu kommt: Kunden benutzen bei ihren Bewertungen gerne Alltagsbegriffe zum Produkt, die auch andere Nutzer bei ihrer Suche verwenden. Auch das hilft dabei, gefunden zu werden.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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