Service der entscheidende Wettbewerbsfaktor

Service der entscheidende Wettbewerbsfaktor

Allein über das Produkt können sich Maschinen- und Anlagenhersteller nicht mehr von ihrer Konkurrenz abheben. Unternehmen müssen zunehmend ihr Augenmerk auf Dienstleistungen legen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Daher wird das Frauenhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung auf der Hannover Messe vom 23. Bis 28. April sein Dienstleistungskonzept zu Produktionsplanung, Schulung und Wartung "E-Industrial-Services" vorstellen. "Mit dem Verkauf von Maschinen und Anlagen lässt sich heute kaum noch Geld verdienen. Die Gewinne werden nicht mehr durch den Verkauf von Geräten erzielt, sondern durch Dienstleistungen und Service", weiß Tom-David Graupner, stellvertretender Leiter des Projekts.

Problem war bisher, dass die Dienstleistungen mit einem hohen Aufwand verbunden waren. Für die Unternehmen bestand die Notwendigkeit, dicke Handbücher zu erstellen, Kunden zu Schulungen einzuladen und eigene Trainingsumgebungen zu bauen. Forscher der Fraunhofer-Institute haben aus diesem Grund gemeinsam mit Wissenschaftlern des GMD-Forschungsinstituts für offene Kommunikationssysteme Fokus ein neues Dienstleistungskonzept entwickelt. Anlagen sollen nunmehr über das Internet angeboten, ausprobiert, optimiert und gewartet werden können. Am Bildschirm ließen sich ganze Produktions- und Logistiksysteme planen und simulieren.

Mit Hilfe einer Mischung aus Informations- und Kommunikationstechnik, Multimedia und Virtual Reality, intelligenter Sensorik und Simulation könne der gesamte Lebenszyklus von Produktionssystemen dargestellt werden. Beginnend bei der Entwicklung über die Inbetriebnahme , Wartung, Rekonfiguration bis hin zur Demontage sei alles zu sehen. Jedes Serviceangebot kann über das Internet zu jeder Zeit und an jedem Ort abgerufen werden. "Alle Daten, die für die Erstellung von Angeboten, Maschinendiagnose, Wartung, Mitarbeiterschulung oder Produktionsplanung gebraucht werden, sind jederzeit verfügbar", erläutert Graupner.

Von Vorteil ist, dass die verschiedenen Dienstleistungen auf derselben Serviceplattform im Internet bereitsetehen und sich so beliebig kombinieren lassen. Die Plattform garantiere den Schutz der Daten, regelt Zugriffe auf vertrauliche Informationen und sorgt für die Abrechnung der in Anspruch genommenen Leistungen. "Das Besondere an den E-Industrial-Services ist, dass Maschinen und Daten entkoppelt werden. Die Informationen und die für die Auswertung notwendigen Algorithmen bleiben beim Hersteller oder Provider. Der Endkunde kann sie jederzeit abrufen, er muss auf seinem Rechner aber nichts installieren und daher auch keine Updates machen. Alle Informationen werden über den Browser bereitgestellt", erklärt Wilfried Sihn, Projektleiter der E-Industrial Services. (AP)


KONTAKT:

Frauenhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Tom-David Graupner
Nobelstraße 1
70569 Stuttgart
Tel. 0711-9701184
Fax 0711-9702299
E-Mail: td@ipa.fhg.de
Internet: www.ipa.fhg.de

Hannover Messe: Halle 17, Stand D 34
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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