
SMS weiterhin wichtigster Kommunikationsdienst
Trotz der MMS-Euphorie konnte SMS die Konkurrenz noch einmal abhängen. Experten der Telekommunikationsbranche stufen sie weiterhin als zweitwichtigsten Kommunikationsdienst ein - gleich hinter der Sprache.
Björn BöerChefredakteurHeute werden weltweit im Monat bis zu 30 Mrd. Kurznachrichten von Handy zu Handy gesendet. Die 160-Zeichen-Nachricht hat sich für die gebeutelte Telekommunikationsbranche zum unerwarteten Umsatzbringer gemausert. Nun wittert sie neue Umsatzchancen im Bereich der Mobilfunkbotschaften. Aus Sicht der Anbieter ist die E-Mail via Handy ein Hoffnungsträger im kommenden Jahr. Sie wird von den Fach- und Führungskräften als "wichtig" eingeschätzt und belegt in den Top Five den Bronzerang.
Auch dem Multimedia-Datendienst MMS traut die Telekommunikationsbranche künftig einiges zu. Vorerst reicht es lediglich für den vierten Platz. MMS-Botschaften können neben Text auch Töne, Bilder oder Videos in Farbe enthalten. Der Kommunikationsdienst funktioniert bereits mit dem Vorläufer der dritten Mobilfunkgeneration, GPRS (General Packet Radio Service).
MMS-Pionier in Deutschland ist die britische Vodafone. Die Telekommunikationsgesellschaft bietet Multimedia-Messaging seit Mai in Deutschland an. Vodafone brachte die Neuerung rund drei Monate früher als angekündigt auf den Markt und überrumpelte damit die Konkurrenz. T-Mobile will noch im Sommer nachziehen. (ST)
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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