So klappt es mit dem QR-Code

So klappt es mit dem QR-Code

Der Spott der Website "Pictures of People Scanning QR-codes" ist inzwischen ein wenig überholt. Knapp 8 Prozent der Europäer scannen QR-Codes wenigstens einmal im Monat. Doch da ist noch Luft nach oben. Laut der Forrester-Studie "How Extended Packaging Will Redefine Relationships Among Brands, Retailers, And Customers" hat knapp jeder dritte deutsche Smartphone-Nutzer eine App mit einer QR-Code-Funktion installiert.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Doch da ist noch Luft nach oben. Laut der Forrester-Studie "How Extended Packaging Will Redefine Relationships Among Brands, Retailers, And Customers" hat knapp jeder dritte deutsche Smartphone-Nutzer eine App mit einer QR-Code-Funktion installiert.

Die ursprünglich 1994 von der japanischen Firma Denso Wave für die Fertigung bei Toyota entwickelten chaotischen schwarz-weißen Quadrate findet man heute beinahe überall. Auf Plakaten, in Katalogen und Prospekten, in Zeitungswerbung ja sogar auf Autos und T-Shirts. Und manchmal gibt es die Pixel auch an Stellen, die sich nicht ganz so leicht scannen lassen.

Einen QR-Code zu erstellen ist kinderleicht. Es gibt dafür jede Menge Programme im Internet oder man nutzt - noch einfacher – einfach eine Webseite wie qrcode.kaywa.com . Dort wird dann einfach der Link zu der gewünschten Seite oder dem später anzuzeigender Text eingeben – fertig. Für etwas umfangreichere Lösungen eignet sich beispielsweise der QR-Code Kampagnen Manager unter key-tagger.de.

Leider ist der QR-Code so leicht gemacht. Denn das eigentliche Problem ist die Ausführung. Einige weitgehend sinnbefreite Lösungen zeigt WTF QR CODES.

Wer ihn lediglich nutzt, um auf seine Webseite, seinen Newsletter oder die Facebook-Fanpage zu verweisen, der enttäuscht eher den Kunden. Derartige Dinge findet er zumeist auch ohne eine solche Hilfe. Für die Mühe des Einscannens erwartet der Verbraucher schon eher exklusive Informationen, ein Gewinnspiel oder gar einen Rabattgutschein.

Sagen Sie dem Kunden, was ihn bei der Nutzung des QR-Codes erwartet

Einen QR-Code sollte man dabei auch nicht als Geheimsiegel einsetzen. Die Nutzung steigt, wenn dem Kunden gesagt wird, was ihn nach dem Einscannen erwartet. (Unserer QR-Code oben links lädt übrigens unsere e-map)

Um QR-Codes erfolgreich einzusetzen, sollte man daher folgende Aspekte bedenken:

• Nutzt meine Zielgruppe Smartphones und ist davon auszugehen, dass sie QR-Codes kennt und die Anwendung beherrscht?

• Die im QR-Code hinterlegte Adresse muss für mobile Endgeräte optimiert sein.

• Bieten Sie einen Mehrwert.

• Machen Sie deutlich, was den Kunden mit der Nutzung erwartet. Je größer der Anreiz, desto eher ist der Kunde bereit, sein Smartphone zu zücken.

• Der Nutzen muss zur Verwendungssituation beim Scannen passen

• Wichtig ist auch die Gestaltung. Der QR-Code sollte gut sichtbar platziert werden, nicht kleiner als 2x2 Zentimeter sein und dort eingesetzt werden, wo Kunden ihr Smartphone auch schnell zur Hand haben.

Teilen
OK
Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.