Software für den Online-Shop: Alleskönner und Spezialisten

Software für den Online-Shop: Alleskönner und Spezialisten

Hochgradig automatisierte Systeme, individuelle Problemlösung, Schnittstellen-Vielfalt, Multichannel-Marketing, Multichannel-Vertrieb, vielleicht sogar Internationalisierung und SEO-Optimierung. Wer mit seinem Online-Shop heute auf dem Markt ist oder wie viele stationäre Händler dort hin will, hat viele Wünsche an seine Shopsoftware. Etailment stellt einige interessante Lösungen vor.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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4Sellers

Die Softwareschmiede logic-base zählt mit ihrer Shoplösung 4Sellers zu den alten Hasen im deutschen E-Commerce-Markt. Die modulare Plattform kommt letztlich als eierlegende Wollmilchsau für Warenwirtschaftssystem, Rechnungswesen, Lagerwirtschaft, Shop, Preisportale und Verkaufsportale wie eBay und Amazon daher. 4Sellers ermöglicht zudem den Zugang zu den internationalen eBay Marktplätzen und nahezu allen Amazon Marktplätzen weltweit aus einer zentralen ERP-Software samt passendem Logistik-Modul.

SEOShop

Auch bei SEOshop gibt es alles aus einer Hand vorn Warenwirtschaft, bis zu Design und - der Name sagt es - SEO. Der Marktführer in den Benelux-Ländern verfügt sogar über seinen eigenen App-Store, über den Kunden ihren Online-Shop erweitern und neue Marketing-, Zahlungs- und Berichterstellungs-Tools hinzufügen können. SEOShop lohnt gerade auch für Händler mit Ziel Internationalisierung einen Blick: Händler können ihren Online-Shop in 14 Sprachen anbieten, alle Standardelemente werden automatisch übersetzt. Die Plattform operiert als SaaS-Dienstleistung, also zur Miete.

Powergap

Powergap bietet ein SEO-optimiertes System, dass zugleich auf Multishop Fähigkeit setzt und mithin für mehrere Shops eine Artikel- und Lagerverwaltung ermöglicht. Dazu gehört auch eine integrierte Warenwirtschaft samt der Option Plattformen wie eBay, Amazon und Co einzubinden. Gut: Die monatlichen Kosten hängen von der Zahl der Besucher im Shop ab.

Etrada

etrada sieht den entscheidenden Unterschied in seiner Onlineshop-Lösungen darin, dass diese fest verzahnt ist mit der auf Windows basierten Software im Backend, die die komplette Warenwirtschaft, das Versand-, Retourenmanagement, CRM mit Onlinemarketingfunktionen, abdeckt, bis hin zum Multi-Channel-Vertrieb. Clever: Für Amazon gibt es auch direkt eine Repricingfunktion in der Software – eine Preisautomatik, die Anhand der Analyse der Mitbewerberpreise, Einkaufspreise, Versandkosten und gewünschter Preisstrategie des Onlinehändlers die Preise automatisch minutenweise anpassen kann und auf dem Marktplatz aktualisiert. Die Softwarelösung ist in 3 Editionen als Kaufversion verfügbar.

Tricoma

Auch das Multi-Shop-System von Tricoma lässt sich an eBay, Yatego oder Amazon anbinden. Tricoma arbeitet dabei nicht nur als Content Management System, für Warenwirtschaft, sondern ist auch ein Customer Relationship Management System. Händler kaufen aber das System und müssen keine monatlichen Beiträge zahlen.

Commercify

Klein, aber fein: Commercify, das Shopsystem der Berliner E-Commerce-Agentur ACID21 , positioniert sich als individualisierbare Onlineshop-Lösung für den Mittelstand. Dabei steht die einfache Verwaltung von Produkten, Aufträgen, Kunden und Content an erster Stelle. Das System bietet natürlich die gängigen Schnittstellen zu Payment, Warenwirtschaft, Service und Logistik. Die Flexibilität des Systems soll eine besseren Einsatz von Spezialfunktionen oder die Anpassung des Webdesigns ermöglichen. So gibt es zwar ein Content-Management-System, aber man kann ebenso eine Schnittstelle zum bestehenden ERP-/PIM-System nutzen.


Websale

Klimaneutralität, das mag für manch einen Online-Kunden ein gewichtiges Argument, für manch einen Händler ein Anliegen sein. Websale bietet deshalb das erste komplett klimaneutrale Shopsystem, bestehend aus Shopsoftware und Shopbetrieb an. Websale gleicht die CO2-Emissionen dazu über ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt zu 100 Prozent aus. In Zusammenarbeit mit ClimatePartner bietet Websale darüber hinaus eine Schnittstelle zum Shopsystem an, über die für jede Bestellung die verursachten CO2-Emissionen errechnet werden und per Knopfdruck durch einen gewissen Mehrbetrag ausgeglichen werden können. Versandhändler, die diese Schnittstelle nutzen, lassen die CO2-Bilanz ihrer Produkte von ClimatePartner ermitteln. Im Bestellvorgang kann jeder Kunde selbst über die Klimaneutralität seiner Bestellung entscheiden und eines der angebotenen Klimaschutzprojekte auswählen, das er unterstützen möchte. Das Shop-System von Websale selbst ist ein ziemlich großer Baukasten, in dem man Schnittstellen, Verkaufsförderung, Suchmaschinenoptimierung, Design, Absatzkanäle und so einiges mehr kombinieren kann.

Plentymarkets

Warenwirtschaft mit einem voll integrierten Webshop, Schnittstellen zu allen wichtigen Online-Marktplätzen (darunter auch Hitmeister, Yatego, meinPaket und Rakuten, sowie die Integration zahlreicher Payment- und Versandienstleister bietet Plentymarkets auf. Es gibt auch eine Anbindung an stationäre Kassensysteme. Das System Plentymarkets Professional wird als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung gestellt. Die monatliche Mietgebühr berechnet sich auf Basis der über die Software abgewickelten Aufträge. Spannende Neuerung: Kunden der E-Commerce-Lösung können nun nun auch auf eine neue Anbindung zum Mode- und Lifestyle-Anbieter Zalando zurückgreifen. Diese ermöglicht es Markenherstellen und Händlern mit einem strategisch passenden Sortiment, das den qualitativen Anforderungen des Online-Händlers entspricht, ihre Artikel dort zum Verkauf anzubieten.


Welche Shopsoftware nutzen Sie? Wie sind ihrer Erfahrungen damit? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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